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Niedersachsen: DKP zieht in den Landtag ein

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Zum ersten Mal seit ihrer Gründung 1968 ist die DKP in einem deutschen Landtag vertreten.

HANNOVER. Durch den Wahlerfolg der Linkspartei in Niedersachsen ist erstmals auch ein Mitglied der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) in den Landtag eingezogen.

Die Rentnerin Christel Wegner, Mitglied im DKP-Landesvorstand Niedersachsen, zog auf Platz neun der Landesliste der Linkspartei in den Landtag ein. Die DKP hatte beschlossen, auf eine eigenständige Kandidatur zu verzichten und statt dessen die Linkspartei zu unterstützen, da man mit deren Landeswahlprogramm weitgehend übereingestimmt habe.

Im Interview mit dem ehemaligen FDJ-Blatt Junge Welt zeigte sich die 1947 geborene und gelernte Krankenschwester, die nach eigenen Angaben in einem kommunistischen Elternhaus aufwuchs, selbst überrascht über den Wahlerfolg der Linkspartei. Mit über sieben Prozent habe keiner von ihnen gerechnet. Das Wahlergebnis zeige aber, „daß auch wir Kommunisten in der Lage sind, einiges zu bewegen“, sagte Wegner.

„Die DDR war das friedlichere und sozial gerechtere Deutschland“

Als Landtagsabgeordnete erhoffe sie sich nun, „dem in Deutschland noch starken Antikommunismus ein wenig entgegentreten zu können“. Dieser zeige sich zum Beispiel daran, daß der Spitzenkandidat der Linkspartei, Manfred Sohn, im Wahlkampf für seine frühere fast zwanzigjährige, DKP-Mitgliedschaft stark angefeindet wurde.

Sohn hatte zudem im Mai 2006 in der linksradikalen Zeitschrift Ossietzky geschrieben, daß Hans Modrow „völlig zu Recht“ die schlichte Wahrheit ausspreche, wenn er anmerke, daß „die DDR über 40 Jahre lang der friedlichere und sozial gerechtere Teil Deutschlands“ gewesen sei. Dennoch konnte er als männlicher Spitzenkandidat der Linkspartei auf Platz zwei der Landesliste in den Landtag einziehen.

Der Parteivorstand der DKP zeigte sich hocherfreut über den Wahlausgang in Niedersachsen und wünschte der Landtagsfraktion der Linkspartei „viel Erfolg bei ihrem Wirken für eine andere Politik“.

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