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Kizilkaya warnt vor Rechtsruck

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Logo der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs

BERLIN. Der neue Vorsitzende des Koordinierungsrates der Muslime in Deutschland (KRM), Ali Kizilkaya, hat vor einem Rechtsruck der Volksparteien gewarnt. In einem Interview mit dem Magazin Cicero sagte Kizilkaya, der auch zeitweise Funktionär der vom Verfassungsschutz beobachteten Organisation Milli Görüs war, daß er „mit Sorge“ die „Leitkulturdiskussion“ in den verschiedenen Parteien verfolge: „Kaum eine Partei scheint davor ganz gefeit zu sein, nach rechts zu rücken.“

Für die Moslems in Deutschland betrachtet Kizilkaya eine andere Kultur als verbindlich: „Mohammed ist das Vorbild für jeden Muslim. Das, was Gott von mir erwartet, hat der Prophet mir in seinem Leben vorgelebt.“

Islamkonferenz falscher Ort für Islamkritik

Verärgert zeigt sich Kizilkaya über islamkritische Stimmen auf der Islamkonferenz. Zwar habe er nichts gegen Kritik am Islam, jedoch sei diese Institution der falsche Ort dafür. „Bei Herrn Schäuble am Tisch entsteht der Eindruck, die Mehrheit der Muslime seien Islamkritiker. Das ist aber nicht der Fall.“

Weiter sprach Kizilkaya von einer „Islamophobie“ und forderte die jüdischen Gemeinden zur Zusammenarbeit auf: „Antisemitismus, Islamophobie sind Formen der Fremdenfeindlichkeit, gegen die wir alle gemeinsam vorgehen müssen. Rechtsextreme richten sich gegen alles Fremde, jede Minderheit. (…) Ob zuerst die Juden und dann die Muslime oder umgekehrt, ist für solche Radikale egal“, sagte der frühere Funktionär von „Milli Görüs“. Diese Organisation wird vom Verfassungsschutz als ideologisch-islamistisch eingestuft.

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