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Islamisches Fastenbrechen im Düsseldorfer Landtag

Plenarsaal_NRW
Der Plenarsaal des Landtags in Düsseldorf: Gemeinsames Fastenbrechen Foto: Landtag NRW

DÜSSELDORF. Im Restaurant des Landtags von Nordrhein-Westfalen soll heute mit einem gemeinschaftlichen Abendessen von Abgeordneten und moslemischen Gläubigen der Türkischen Gemeinschaft das islamische Fastenbrechen begangen werden.

Der nach islamischem Kalender derzeit laufende Monat Ramadan ist für Moslems traditionell Fastenmonat. Anders als im Christentum versagen sich Moslems während der Fastenzeit Essen, Trinken und leibliche Genüsse nur zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang. Mit Einbruch der Dunkelheit wird das Fasten in einem gemeinsamen Abendessen „gebrochen“.

Das Abendessen im Landtagsrestaurant will an diese Tradition anknüpfen. In der Pressemeldung des Landtags, die mit dem islamischen Begriff für Fastenbrechen „Iftar“ beginnt, heißt es, mit der Festlichkeit würden „Gespräche zwischen den Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion“ verbunden.

Intoleranz nicht tolerieren“

„Wir möchten mit diesem gemeinschaftlichen Fastenbrechen ein Zeichen setzen für Toleranz und für den interkulturellen Dialog. Kurz gesagt: für ein friedliches und freundschaftliches Miteinander in unserer Gesellschaft“, sagte der Vizepräsident des Landtags, Oliver Keymis (Bündnis 90/Die Grünen), der auch Vorsitzender der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe NRW ist.

Ausrichter des Fastenbrechens ist der Düsseldorfer Landtag sowie der Verein Rumi-Forum am Rhein als „Begegnungs- und Dialogplattform für gemeinsame Werte“, der auf seiner Internetseite mit einem Zitat des Philosophen Karl Popper wirbt: „Im Namen der Toleranz sollten wir das Recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

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