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Gleichbehandlung: Türkin fordert 500.000 Euro Schadenersatz

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Logo des R+V Versicherungskonzerns. Wird wegen angeblicher Diskriminierung auf 500.000 Euro Schadensersatz verklagt.

WIESBADEN. Eine 38 Jahre alte Türkin hat den Versicherungskonzern R+V wegen angeblicher Diskriminierung auf 500.000 Euro Schadenersatz verklagt.
Die Frau hatte bis 2006 für das Unternehmen gearbeitet.

Nachdem sie schwanger geworden war und 2007 in den Mutterschutz ging, hatte der Konzern einen Nachfolger eingestellt und diesem angeblich günstigere Arbeitsbedingungen und ein höheres Gehalt bewilligt. Die Türkin selbst sei nach dem Mutterschutz auf eine Stelle versetzt worden, die ihr nur wesentlich geringere Provisionsmöglichkeiten bot.

Ihre Anwälte sehen darin einen Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Der Versicherer habe die Frau aufgrund ihres Geschlechts und ihrer Herkunft benachteiligt. Dafür fordern die Anwälte nun Schadensersatz. Ein Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Wiesbaden scheiterte gestern.

Das AGG hat nach einer Studie aus dem vergangenen Jahr bislang Kosten in Höhe von 1,7 Milliarden Euro verursacht.

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