DAVOS. Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat die Teilnahme von US-Präsident Donald Trump an der diesjährigen Jahrestagung in Davos offiziell bestätigt. Die Veranstaltung, die vom 19. bis 23. Januar stattfindet, wird von globalen Eliten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft besucht. Die JUNGE FREIHEIT ist vor Ort und berichtet über Diskussionen, die oft wegweisend für internationale Entwicklungen sind.
Trump plant, am 21. Januar einzutreffen und zwei Tage zu bleiben. Er wird von einer prominenten Delegation begleitet, darunter Außenminister Marco Rubio, Finanzminister Scott Bessent sowie Handelsminister Howard Lutnick. Auch Sondergesandter Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sollen dabei sein. WEF-Präsident Børge Brende sprach von der „größten Delegation aller Zeiten“. Es handelt sich um Trumps dritten Auftritt in Davos. Während seiner ersten Präsidentschaft war er bereits zweimal zu Gast.
WEF-Chef Brende hob bei einer Pressekonferenz die besondere Bedeutung der Tagung hervor, die dieses Jahr zum 56. Mal stattfindet. „Das WEF 2026 nimmt historische Dimensionen an“, betonte der Norweger. Die Jahresversammlung finde „vor dem komplexesten geopolitischen Hintergrund seit 1945 statt“. Unter dem diesjährigen Motto „A Spirit of Dialogue“ mahnte Brende: „Dialog ist in Zeiten der Unsicherheit kein Luxus; er ist eine dringende Notwendigkeit.“
Trump kritisierte WEF in der Vergangenheit
Brende will das Forum bewußt als Plattform für offenen Austausch positionieren. Grund dafür könnte der Skandal um den Gründer und ehemaligen Präsidenten des Forums, Klaus Schwab, sein (JF berichtete). Ein weiterer Grund für das diesjährige Dialog-Motto ist die angespannte Lage rund um Grönland, Venezuela und den Iran. Auch Trumps Rückkehr nach Davos, der das WEF-Format in der Vergangenheit auf offener Bühne kritisiert hatte, wird mit Spannung erwartet.
In den Foren und Nebenveranstaltungen werden Themen erörtert wie Wirtschaft, Handelsabkommen, Klimapolitik und Geopolitik. Die JF beobachtet, wie diese Debatten die Agenda in Deutschland, Europa und darüber hinaus prägen könnten. Das WEF rechnet mit mehr als 3.000 Führungskräften aus 130 Ländern. Mindestens 64 Staats- und Regierungschefs hätten sich laut WEF bislang angekündigt sowie 400 weitere Spitzenpolitiker. (rsz)





