NEW YORK/TEHERAN. Zum 47. Jahrestag der Islamischen Revolution am 11. Februar hat UN-Generalsekretär António Guterres dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian seine „herzlichsten Glückwünsche“ übermittelt. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Wana schrieb der portugiesische Sozialist, die internationale Gemeinschaft sei mehr denn je auf Zusammenarbeit angewiesen.
Guterres bezeichnete „Nationalfeiertage als Gelegenheit, über den historischen Weg eines Landes und seinen Beitrag zur internationalen Gemeinschaft nachzudenken“. Er betonte die Notwendigkeit von Dialog und Solidarität angesichts globaler Herausforderungen.
Als dringende Aufgaben, bei denen er gern mit dem Iran zusammenarbeite wolle, nannte er die Beendigung von Kriegen, die Bewältigung der Klimakrise, den Abbau von Ungleichheiten sowie den verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien.
UN Watch wirft UN „Mittäterschaft“ vor
Die Menschenrechtsorganisation „United Nations Watch“ warf der UN „Mittäterschaft“ bei den Morden an regimekritischen Demonstranten vor. Schon das Schweigen zu den nach internationalen Beobachtern 36.500 Todesopfern (die JF berichtete) sei Komplizenschaft. Das Töten gehe immer weiter. Aktuell exekutiere das Regime Patienten in ihren Krankenhausbetten. Zuletzt war es zu Massenprotesten gegen die Mullahs gekommen.
Dear Secretary-General Guterres,
I am writing to you on behalf of United Nations Watch, an independent human rights organization dedicated to holding the UN accountable to its founding principles. It has come to our attention that Iranian Foreign Minister Abbas Araghchi is… pic.twitter.com/gs3r8X7b0k
— Hillel Neuer (@HillelNeuer) February 11, 2026
Am 11. Februar 1979 hatten die Islamisten um Ajatollah Chomeini den Schah von Persien gestürzt. Seitdem terrorisiert eine schiitische Schreckensherrschaft Kritiker und sogenannte „Ungläubige“. Die Mullahs schafften Frauenrechte ab – Kopftuchzwang, Geschlechtertrennung und öffentliche Steinigungen kehrten zurück.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte dem Regime 2019 ebenfalls „herzliche Glückwünsche“ zum Nationalfeiertag geschickt, „auch im Namen meiner Landsleute“.

Guterres hat den iranischen Außenminister, Abbas Araghtschi, auch eingeladen, beim UN-Menschenrechtsrat am 23. Februar in Genf neben ihm zu reden. Ein Rechtsanwalt von „United Nations Watch“ schrieb auf X an den UN-Generalsekretär: „Wenn Sie diesen Massenmörder nicht ausladen, werden wir die Schweizer Polizei auffordern, ihn wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit festzunehmen.“ (fh)





