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Meinungsfreiheit: Papst warnt vor orwellscher Sprachzensur im Westen

Meinungsfreiheit: Papst warnt vor orwellscher Sprachzensur im Westen

Meinungsfreiheit: Papst warnt vor orwellscher Sprachzensur im Westen

Kritisiert den Verlust der Meinungsfreiheit: Past Leo XIV. Foto: picture alliance / Hans Lucas | Catholic Press Photo
Kritisiert den Verlust der Meinungsfreiheit: Past Leo XIV. Foto: picture alliance / Hans Lucas | Catholic Press Photo
Kritisiert den Verlust der Meinungsfreiheit: Past Leo XIV. Foto: picture alliance / Hans Lucas | Catholic Press Photo
Meinungsfreiheit
 

Papst warnt vor orwellscher Sprachzensur im Westen

Papst Leo XIV. warnt vor einer schleichenden Einschränkung der Meinungsfreiheit im Westen. Eine neue, ideologisch aufgeladene Sprache schließe Andersdenkende aus und untergrabe die Grundlagen freier Gesellschaften.
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VATIKANSTADT. Papst Leo XIV. hat eine zunehmende Einschränkung der Meinungsfreiheit im Westen scharf kritisiert. In seiner jährlichen Ansprache vor dem beim Vatikan akkreditierten diplomatischen Korps sprach das Oberhaupt der katholischen Kirche von einer besorgniserregenden Entwicklung, bei der der Raum für offene Debatten zunehmend verenge.

Es sei „schmerzlich zu sehen“, wie insbesondere im Westen echte Meinungsfreiheit immer weiter zurückgedrängt werde, erklärte der Papst.

Gleichzeitig entstehe eine neue Sprache mit orwellschem Charakter, die im Namen vermeintlicher Inklusivität am Ende jene ausschließe, die sich den zugrundeliegenden Ideologien nicht anpaßten. Dies untergrabe die Grundlagen einer freien Gesellschaft. Leo warnte davor, daß diese Entwicklung nicht nur den öffentlichen Diskurs verarme, sondern auch das Recht auf Gewissensfreiheit bedrohe.

Papst kritisiert Verschiebungen der Maßstäbe

Der Pontifex forderte zudem ausdrücklich das Recht, den Militärdienst aus Gewissensgründen zu verweigern. Ebenso müßten Ärzte die Möglichkeit haben, aus ethischen Gründen die Mitwirkung an Abtreibungen oder an aktiver Sterbehilfe abzulehnen. Ein „Recht auf Abtreibung“ lehnte der Papst entschieden ab und betonte, der Schutz des menschlichen Lebens sei die unverzichtbare Grundlage aller anderen Menschenrechte.

In diesem Zusammenhang kritisierte Leo auch eine allgemeine Verschiebung politischer Maßstäbe. Eine Diplomatie des Dialogs werde zunehmend durch eine Politik der Stärke ersetzt. Krieg sei „wieder in Mode gekommen“, eine kriegerische Stimmung breite sich aus. Internationale Organisationen zeigten sich dabei oft handlungsschwach, was die Lage zusätzlich verschärfe.

Mit Blick auf Venezuela rief der Papst die internationale Gemeinschaft dazu auf, den Willen des venezolanischen Volkes zu respektieren und dessen Menschen- und Bürgerrechte zu schützen. Leo XIV. war im Mai als erster US-Amerikaner zum Papst gewählt worden. (rr)

Kritisiert den Verlust der Meinungsfreiheit: Past Leo XIV. Foto: picture alliance / Hans Lucas | Catholic Press Photo
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