SAINT PAUL/WASHINGTON D.C. Nach einem massiven Betrugsskandal durch somalische Migranten im US-Bundesstaat Minnesota, hat der demokratische Gouverneur, Tim Walz, angekündigt, sich nicht mehr zur Wahl aufstellen lassen zu wollen. Dementsprechend wird Walz voraussichtlich nur noch bis 3. November im Amt bleiben.
Stattdessen wird möglicherweise die demokratische Senatorin Amy Klobuchar für das Amt kandidieren. Walz hatte als Vize-Kandidat der Demokratischen Partei während des Präsidentschaftswahlkampfs im Jahr 2024 internationale Bekanntheit erlangt.
Zuvor war durch den amerikanischen Influencer Nick Shirley aufgedeckt worden, daß somalische Einwanderer offenbar systematisch Steuergelder veruntreut hatten – indem sie Scheingewerbe wie Kindertagesstätten, Gesundheitsberatungstellen oder medizinische Fahrdienste angemeldet und dafür staatliche Fördergelder angenommen hatten. In Wahrheit erbrachten die angemeldeten Firmen jedoch keine Leistung (JF berichtete).
Mindestens 22 Scheinfirmen waren angemeldet
Die US-Regierung fror daraufhin sämtliche Steuergelder für Kinderbetreuung ein. Künftig müsse jedes entsprechende Programm „mit einer Quittung oder einem fotografischen Nachweis belegt werden“, bevor der Bundesstaat Geld überwiesen bekommt, teilte der stellvertretende US-Gesundheitsminister Jim O´Neill auf X mit.
We have frozen all child care payments to the state of Minnesota.
You have probably read the serious allegations that the state of Minnesota has funneled millions of taxpayer dollars to fraudulent daycares across Minnesota over the past decade.
Today we have taken three actions… pic.twitter.com/VYbyf3WGop
— Deputy Secretary Jim O’Neill (@HHS_Jim) December 30, 2025
Wie groß der Schaden insgesamt ist, ist derzeit noch nicht absehbar. Mindestens 22 Scheinfirmen, die allesamt bei derselben Adresse angemeldet waren, erhielten seit mehreren Jahren zwischen 700.000 und 2,6 Millionen US-Dollar pro Jahr.
Zunächst wollte Walz Hilfen ausbauen
Minnesota ist der US-Bundesstaat mit den meisten Somaliern. Im vergangenen Jahr lebten etwa 84.000 Somalier allein in der Metropolregion um Minneapolis, was 2,2 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht.
Als Reaktion auf die Nachrichten hatte Walz zunächst angekündigt, die Hilfsprogramme für somalische Einwanderer sogar weiter auszubauen: „Anstatt unsere somalische Gemeinschaft zu dämonisieren, werden wir mehr von ihr willkommen heißen. Anstatt Programme zu kürzen, werden wir sie ausbauen.“ (lb/st)






