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Minnesota: Nach Somalier-Betrugsskandal: Gouverneur Walz will nicht erneut antreten

Minnesota: Nach Somalier-Betrugsskandal: Gouverneur Walz will nicht erneut antreten

Minnesota: Nach Somalier-Betrugsskandal: Gouverneur Walz will nicht erneut antreten

Der Gouverneur Minnesotas, Tim Walz, steht an einem Rednerpult und schaut mit bedrückter Miene drein
Der Gouverneur Minnesotas, Tim Walz, steht an einem Rednerpult und schaut mit bedrückter Miene drein
Wird ab November nicht mehr der Gouverneur Minnesotas sein: US-Demokrat Tim Walz. Foto: picture alliance / abaca | TNS/ABACA
Minnesota
 

Nach Somalier-Betrugsskandal: Gouverneur Walz will nicht erneut antreten

Ein massiver Betrugsskandal um mutmaßliche Scheinfirmen erschüttert Minnesota – und kostet Gouverneur Tim Walz offenbar die politische Zukunft. Der ehemalige Politiker zieht sich aus dem kommenden Wahlkampf zurück.
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SAINT PAUL/WASHINGTON D.C. Nach einem massiven Betrugsskandal durch somalische Migranten im US-Bundesstaat Minnesota, hat der demokratische Gouverneur, Tim Walz, angekündigt, sich nicht mehr zur Wahl aufstellen lassen zu wollen. Dementsprechend wird Walz voraussichtlich nur noch bis 3. November im Amt bleiben.

Stattdessen wird möglicherweise die demokratische Senatorin Amy Klobuchar für das Amt kandidieren. Walz hatte als Vize-Kandidat der Demokratischen Partei während des Präsidentschaftswahlkampfs im Jahr 2024 internationale Bekanntheit erlangt.

 

Zuvor war durch den amerikanischen Influencer Nick Shirley aufgedeckt worden, daß somalische Einwanderer offenbar systematisch Steuergelder veruntreut hatten – indem sie Scheingewerbe wie Kindertagesstätten, Gesundheitsberatungstellen oder medizinische Fahrdienste angemeldet und dafür staatliche Fördergelder angenommen hatten. In Wahrheit erbrachten die angemeldeten Firmen jedoch keine Leistung (JF berichtete).

Mindestens 22 Scheinfirmen waren angemeldet

Die US-Regierung fror daraufhin sämtliche Steuergelder für Kinderbetreuung ein. Künftig müsse jedes entsprechende Programm „mit einer Quittung oder einem fotografischen Nachweis belegt werden“, bevor der Bundesstaat Geld überwiesen bekommt, teilte der stellvertretende US-Gesundheitsminister Jim O´Neill auf X mit.

Wie groß der Schaden insgesamt ist, ist derzeit noch nicht absehbar. Mindestens 22 Scheinfirmen, die allesamt bei derselben Adresse angemeldet waren, erhielten seit mehreren Jahren zwischen 700.000 und 2,6 Millionen US-Dollar pro Jahr.

Zunächst wollte Walz Hilfen ausbauen

Minnesota ist der US-Bundesstaat mit den meisten Somaliern. Im vergangenen Jahr lebten etwa 84.000 Somalier allein in der Metropolregion um Minneapolis, was 2,2 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht.

Als Reaktion auf die Nachrichten hatte Walz zunächst angekündigt, die Hilfsprogramme für somalische Einwanderer sogar weiter auszubauen: „Anstatt unsere somalische Gemeinschaft zu dämonisieren, werden wir mehr von ihr willkommen heißen. Anstatt Programme zu kürzen, werden wir sie ausbauen.“ (lb/st)

Wird ab November nicht mehr der Gouverneur Minnesotas sein: US-Demokrat Tim Walz. Foto: picture alliance / abaca | TNS/ABACA
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