WASHINGTON. US-Vizepräsident J. D. Vance hat seine Teilnahme an der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz abgesagt. Zunächst berichtete das Nachrichtenportal The Pioneer am Donnerstag über den Schritt des US-Republikaners, nannte aber keine konkreten Gründe.
Zuvor hatten die AfD-Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla Kritik an den Plänen des US-Präsidenten Donald Trump geäußert, das zu Dänemark gehörende Grönland auch mit militärischen Mitteln zu erobern. „Klar ist, daß Wild-West-Methoden abzulehnen sind“, betonte Chrupalla. Daraufhin beklagte der Sprecher der „Republicans Overseas Germany“, Benjamin Wolfmeier, einen „Vertrauensbruch“, der nicht ohne Konsequenzen bleiben werde. Anders als im vergangenen Jahr soll die AfD an der Konferenz teilnehmen dürfen.
Vor einem Jahr monierte Vance die „Brandmauer“ zur AfD
Damals hatte Vance in seiner Rede der EU und insbesondere „Akteuren im Innern Europas“ vorgeworfen, die Meinungsfreiheit einzuschränken. „Wenn Menschen ihre Meinung äußern und man dafür bestraft wird, dann wird die Trump-Regierung genau das Gegenteil tun. Wir können unterschiedlicher Meinung sein. Aber wir werden uns dafür einsetzen, daß es diese unterschiedlichen Meinungen geben kann“, betonte er.
Auch monierte der US-Republikaner den parteiübergreifenden Boykott der AfD. „Die Demokratie beruht auf dem heiligen Grundsatz, daß die Stimme des Volkes zählt. Es gibt keinen Platz für Brandmauern. Entweder man hält an diesem Prinzip fest oder nicht.“ (kuk)






