MINNEAPOLIS. Der an den tödlichen Schüssen auf Renee Good beteiligte Agent der US-Einwanderungsbehörde ICE hat bei dem Vorfall innere Blutungen im Oberkörper erlitten. Das teilten zwei mit seinem Gesundheitszustand vertraute US-Beamte mit. Unklar blieb zunächst, wie schwer die inneren Verletzungen sind.
Das US-Heimatschutzministerium bestätigte die Verletzung, machte jedoch keine näheren Angaben und reagierte bislang nicht auf weitere Anfragen.
Videoaufnahmen vom Tatort zeigen den Agenten Jonathan Ross, wie er nach dem Vorfall selbstständig vom Ort des Geschehens wegging. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen ist Ross bislang nicht in den Dienst zurückgekehrt. Gründe dafür wurden nicht genannt. Heimatschutzministerin Kristi Noem hatte bereits zuvor erklärt, Ross sei nach den Schüssen in ein Krankenhaus gebracht und noch am selben Tag wieder entlassen worden. Er erhole sich von seinen Verletzungen.
BREAKING: Alpha News has obtained cellphone footage showing perspective of federal agent at center of ICE-involved shooting in Minneapolis pic.twitter.com/p2wks0zew0
— Alpha News (@AlphaNews) January 9, 2026
Morddrohungen gegen ICE-Agenten
Noem bezeichnete ihn als erfahrenen Beamten, der davon ausgegangen sei, sich selbst und andere Einsatzkräfte verteidigt zu haben. Demnach sei Ross von dem Fahrzeug der getöteten Frau erfaßt worden und medizinisch behandelt worden. Bereits im Juni war Ross bei einem anderen Einsatz im Raum Minneapolis schwer verletzt worden, als er bei einem Festnahmeversuch von einem Auto mitgeschleift wurde. Damals mußte er mit 33 Stichen genäht und im Krankenhaus behandelt werden, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.
Der Kommandeur der US-Grenzschutzbehörde, Gregory Bovino, erklärte gegenüber dem US-Sender CBS News, gegen Ross habe es mehrere Morddrohungen gegeben. Der Beamte befinde sich derzeit an einem sicheren Ort, erhole sich von seinen Verletzungen und werde weiter medizinisch betreut. (rr)






