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Pariser Polizisten räumen das illegale Migrantencamp auf dem Platz der Republik
Die Pariser Polizei räumt das illegale Migrantencamp auf dem Platz der Republik Foto: picture alliance/Jerome Gilles/NurPhoto

Pariser Platz der Republik
 

Pariser Polizei verteidigt Räumung von illegalem Flüchtlingscamp

PARIS. Die Pariser Polizei hat die Räumung eines provisorischen Migrantencamps in der Hauptstadt verteidigt. Die Errichtung solcher Lager durch bestimmte Verbände sei „nicht akzeptabel“, begründete die Polizeipräfektur Paris ihr Vorgehen auf Twitter. Alle Menschen, die eine Unterkunft benötigten, seien aber herzlich dazu eingeladen, die Tagesaufnahmezentren der Stadt aufzusuchen, in denen Staat und Verbände Unterbringungslösungen anböten.

Die Sicherheitskräfte hatten am Montag abend den Platz der Republik geräumt und dabei auch Tränengas und Schlagstöcke eingesetzt. Hunderte Migranten hatten dort campiert. Die Flüchtlingsorganisation „Utopia 56“ hatte für sie Zelte aufgestellt, um auf die Situation der Asylbewerber aufmerksam zu machen. Laut dem Verband hatten die Flüchtlinge zuvor im Pariser Vorort Seine-Saint-Denis in einem provisorischen Zeltlager gelebt. Dieses war vergangene Woche ebenfalls geräumt worden.

Demonstranten wollen Migranten vor Polizei schützen

Die Anhänger der Organisationen setzten sich nach eigenen Angaben zwischen die Zelte der Migranten, um zu verhindern, daß die Polizei das provisorische Lager auf dem Platz der Republik gewaltsam räume. Zudem teilten sie ein Video, auf dem zu sehen ist, wie mehrere Personen versuchen, die Sicherheitskräfte daran zu hindern, zu den Zelten zu gelangen.

„Einige Bilder der illegalen Migrantenlager am Platz der Republik sind schockierend“, schrieb Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin (En Marche) auf Twitter. Er erwarte einen detaillierten Bericht vom Polizeipräfekten. (zit)

Die Pariser Polizei räumt das illegale Migrantencamp auf dem Platz der Republik Foto: picture alliance/Jerome Gilles/NurPhoto
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