Einwanderungspolitik

Weniger Asylbewerber wollen nach Dänemark

KOPENHAGEN. In Dänemark ist die Zahl der Asylanträge im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit 20 Jahren gesunken. Insgesamt wurden laut der europäischen Statistikbehörde Eurostat 3.523 Anträge gestellt. Derzeit beantragten von 1.000 Flüchtlingen in Europa nur fünf Asyl in dem skandinavischen Land.

Ausländerministerin Inger Stojberg von der liberalen Venstre-Partei bewertet dies als Erfolg, berichtet die Zeitung der Nordschleswiger unter Berufung auf dänische Medien. „Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, nämlich, daß es der Regierung gelungen ist, es weitaus weniger attraktiv zu machen, Richtung Dänemark zu ziehen. Daß sich die Zahl an Asylbewerbern verkleinert hat, ist einer strammen Ausländerpolitik und gemeinsamen europäischen Initiativen zu verdanken.“ Die Politikerin nannte unter anderem die erschwerte Möglichkeit der Familienzusammenführung.

Auf dem Höhepunkt der Asylkrise im Jahr 2015 stellten 21.000 Personen Anträge in dem Königreich. Seitdem sinken die Zahlen. Von den 3.523 Anträgen 2018 wurden 56 Prozent anerkannt. (ag)

Dänemarks Ausländerministerin Inger Stojberg (Venstre-Partei) sieht ihre Politik durch die sinkende Zahl der Asylanträge bestätigt Foto: (c) dpa

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