Sea-Watch

Rackete soll mutmaßliche Mörder nach Italien gebracht haben

ROM. Die Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete hat möglicherweise Männer nach Italien gebracht, die in Libyen Menschen gefoltert und umgebracht haben sollen. „Wir können das nicht ausschließen, haben aber selbst keine gesicherten Informationen dazu“, sagte der Sprecher der Flüchtlingsorganisation Sea-Watch, Ruben Neugebauer, der Nachrichtenagentur dpa.

Andere Migranten hätten die drei Männer in Italien wiedererkannt. Ihnen wird vorgeworfen, in Libyen Menschen vergewaltigt, gefoltert und getötet zu haben. Die mutmaßlichen Täter seien in dem Aufnahmelager im italienischen Messina verhaftet worden. Als erstes hatte die italienische Zeitung Il Giornale darüber berichtet. Neugebauer betonte, die Flüchtlingsorganisationen könnten nicht überprüfen, wen sie auf ihre Schiffe ließen. „Die kommen ohne Pässe.“

Carola Rackete hatte am 29. Juni illegal Migranten in den Hafen von Lampedusa gebracht und dabei ein Schiff der italienischen Finanzpolizei gerammt. An dem Tag sollen auch die drei Verdächtigen dort angekommen sein. Gegen die Kapitänin laufen Ermittlungen wegen Beihilfe zu illegaler Einwanderung. (ag)

Die Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete könnte mutmaßliche Mörder nach Italien gebracht haben Foto: picture alliance/Jörg Carstensen/dpa

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