El Paso

Attentäter von Texas handelte möglicherweise aus Haß auf Einwanderer

EL PASO. Nach dem Massaker in einem Einkaufszentrum im texanischen El Paso gibt es offenbar Hinweise darauf, daß der Täter aus Haß auf Einwanderer handelte. Laut Polizeiangaben deute ein mutmaßlich von dem Schützen veröffentlichtes Manifest auf ein „Haßverbrechen“ hin, berichten mehrere Nachrichtenagenturen.

Der 21 Jahre alte Mann hatte am Sonnabend das Einkaufszentrum mit einem Sturmgewehr betreten und wahllos um sich geschossen. Er tötete dabei mindestens 20 Menschen und verletzte zahlreiche weitere.

Attentat als Reaktion „auf die hispanische Invasion in Texas“

Der mutmaßliche Täter stammt eigentlich aus dem mehr als 900 Kilomenter entfernten Dallas, was den Verdacht nahelegt, daß er extra für das Verbrechen nach El Paso reiste. In dem Manifest, das von den Behörden derzeit geprüft wird, heißt es: „Diese Attacke ist eine Reaktion auf die hispanische Invasion in Texas.“ Zudem äußert der Verfasser Verständis für das Attentat im neuseeländischen Christchurch. Dort hatte der Täter Brenton Tarrant aus Haß auf Molsems 51 Menschen in zwei Moscheen erschossen.

In dem Manifest begründet der Autor die Tat mit der Einwanderung und der daraus resultierenden „Rassenvermischung“. Seine Attacke sei erst der Beginn des Kampfes für Amerika und Europa.

US-Präsident Donald Trump verurteilte das Massaker als „Akt der Feigheit“. Es gebe keine Begründung oder Entschuldigungen dafür, unschuldige Menschen zu töten. (krk)

Polizisten sichern in El Paso den Tator ab Foto: picture alliance/Xinhua

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