Kharg
Erdölförderanlage Kharg am Persischen Golf Foto: picture alliance / AA

Nach Kündigung des Atomabkommens
 

USA wollen Ende iranischer Ölexporte

WASHINGTON. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben von ihren Verbündeten ein Ende der Ölimporte aus dem Iran gefordert. Damit will die Regierung in Washington dem Land seine wichtigste Exporteinnahmequelle beschneiden. Öl macht rund 70-80 Prozent der Gesamtexporte des Landes aus.

Nach dem Willen der Regierung von US-Präsident Donald Trump sollen ab dem 4. November keine entsprechenden Einfuhren mehr erfolgen. Washington kündigte an, mit anderen erdölexportierenden Staaten an einer Lösung zu arbeiten, um den weltweiten Ölbedarf trotz der iranischen Lieferausfälle zu decken.

Europäische Firmen ziehen sich aus dem Iran zurück

Die USA seien sich im klaren, daß die Forderung bei den Verbündeten nicht nur auf Zustimmung stoßen werde, zitierte die Deutsche Welle einen namentlich nicht genannten ranghohen Mitarbeiter des US-Außenministeriums. „Der Grund, warum sie es dennoch machen werden, ist ihre Beziehung zu uns“, gab sich der Beamte zuversichtlich.

Hintergrund ist die einseitige Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA im Mai. Mehrere europäische Firmen hatten daraufhin ihren Rückzug aus dem Land angekündigt, darunter der Flugzeughersteller Boeing, das Energieunternehmen Total sowie die dänische Reederei Maersk. (tb)

Erdölförderanlage Kharg am Persischen Golf Foto: picture alliance / AA
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