Lutz Bachmann: Wollte Rede von Martin Sellner vorlesen Foto: picture alliance/ZUMA Press
„Dem Gemeinwohl nicht zuträglich“

Großbritannien verweigert Pegida-Chef Bachmann die Einreise

BERLIN. Pegida-Chef Lutz Bachmann ist am Londoner Flughafen Stansted in Gewahrsam genommen und abgeschoben worden. „Er wurde aus Gründen abgewiesen, die vorliegen, wenn die Anwesenheit einer Person dem Gemeinwohl nicht zuträglich ist“, bestätigte das britische Innenministerium der Bild-Zeitung die Maßnahme.

Auf seiner Facebook-Seite schrieb Bachmann, er habe auf dem Versammlungsplatz Speakers’ Corner im Hyde-Park die Rede von Österreichs Identitären-Chef Martin Sellner vorlesen wollen. Sellner war am vorvergangenen Wochenende zusammen mit seiner Freundin ebenfalls an der Einreise gehindert und in Haft genommen worden.

Ein Beamter habe Bachmann gesagt, er könne jederzeit wieder nach London kommen, dieses Mal dürfe er jedoch „nicht durchgelassen werden, wahrscheinlich wegen der großen Veranstaltung im Hyde Park mit tausenden Unterstützern von Tommy Robinson“. Der YouTuber und ehemalige Chef der English-Defence-League, Robinson, verlas später schließlich Sellners Rede.

Am Sonntag morgen mußte Bachmann Großbritannien verlassen. Am Montag wird er bei einer Pegida-Kundgebung erwartet. (ls)

Lutz Bachmann: Wollte Rede von Martin Sellner vorlesen Foto: picture alliance/ZUMA Press

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