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Korruption in Italien: Polizisten verkauften Aufenthaltsgenehmigungen

Korruption in Italien: Polizisten verkauften Aufenthaltsgenehmigungen

Korruption in Italien: Polizisten verkauften Aufenthaltsgenehmigungen

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Carabinieri (Symbolbild): Polizisten bilden kriminelle Bande Foto: picture alliance / ROPI
Korruption in Italien
 

Polizisten verkauften Aufenthaltsgenehmigungen

MAILAND. Mehrere italienische Polizisten sollen über Jahre hinweg Aufenthaltsgenehmigungen an Einwanderer verkauft haben. Sechs Beamte seien in den vergangenen Tagen gemeinsam mit zwei chinesischen Vermittlern festgenommen worden, teilte die Mailänder Polizei mit.

Die Festnahme erfolgte in einer 700.000 Euro teuren Patriziervilla, die auf den Namen der Frau eines der Beamten angemeldet war. Ein weiterer Vermittler arabischer Herkunft sei noch immer auf der Flucht. Zusätzlich seien zwei Polizisten vom Dienst suspendiert worden.

Bis zu 5.000 Euro pro Genehmigung

Zum Zeitpunkt der Vorfälle arbeiteten vier Beschuldigte in der für Zuwanderer zuständigen Abteilung der Mailänder Polizei. Der kriminellen Gruppe wird vorgeworfen, für Bestechungsgelder zwischen 500 und 5.000 Euro Langzeit-Aufenthaltsgenehmigungen erteilt zu haben.

Inhaber einer solchen Aufenthaltsgenehmigung können später auch die italienische Staatsbürgerschaft erlangen. Die Ermittler gehen von mehr als Hundert Fällen zwischen 2013 und 2016 aus. Ans Licht gekommen war der Vorgang nach der Festnahme eines anderen Polizisten wegen Korruptionsverdachts im November 2016. (ha)

Carabinieri (Symbolbild): Polizisten bilden kriminelle Bande Foto: picture alliance / ROPI
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