Nelson-Säule
Nelson-Säule am Trafalgar-Platz in London Foto: picture alliance/robertharding

Rassismusvorwurf
 

Linke Journalistin will Nelson-Statue abreißen

LONDON. Nach dem Streit um Konföderierten-Statuen in den USA ist nun auch in Großbritannien eine Diskussion um ein Krieger-Denkmal entbrannt. Die Sky News-Redakteurin Afua Hirsch hat die Entfernung der Nelson-Säule am Londoner Trafalgar-Platz gefordert.

Ihre Begründung: Bei dem britischen Kriegshelden Admiral Horatio Nelson handele es sich um einen Rassisten, der an die Überlegenheit der weißen Rasse geglaubt habe. „Es sind Figuren wie Nelson, die einem sofort in den Kopf kommen, wenn man die Nachrichten über Konföderiertenstatuen hört, die in den USA entfernt werden“, schrieb sie in einem Beitrag für den Guardian.

Farage: Die Linken hassen Britannien wirklich

Darüber hinaus kritisierte sie, daß es keine vergleichbare Statue zu Ehren einer schwarzen Person der damaligen Zeit gebe. „Wir haben unsere Vergangenheit genauso wenig überwunden wie die USA ihre der Rassentrennung und Sklaverei.“ Scharfe Kritik an Hirschs Vorstoß kam vom früheren UKIP-Vorsitzenden Nigel Farage. „Schockierend, daß der Guardian das unterstützt. Die Linken hassen Britannien wirklich“, twitterte er. Der konservative EU-Abgeordnete Daniel Hannan schrieb: „Jetzt scheint es, als müßte Nelson fallen. Das zeigt, wohin der Wettbewerb führt, seine Tugendhaftigkeit herauszukehren.“

Admiral Nelson starb 1805 bei der Schlacht von Trafalgar im Kampf gegen die Franzosen unter Napoleon. Der Sieg markierte den Beginn der alleinigen britischen Dominanz der Weltmeere im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 1807 verbot das britische Parlament den internationalen Sklavenhandel. (tb)

Nelson-Säule am Trafalgar-Platz in London Foto: picture alliance/robertharding
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