Nach Demonstrationsverbot

Festgenommene Identitäre entpuppen sich als Linksextreme

WIEN. Bei den am Wochenende in Paris festgenommenen vermeintlichen Anhängern der Identitären Bewegung (IB) handelt es sich um Linksextreme. 14 Linke seien am Samstag vorübergehend festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Pariser Staatsanwaltschaft am Montag der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Zuvor hatten am Samstag mehrere Medien, darunter auch der Standard und Spiegel Online, unter Berufung auf die Agenturen AFP und APA berichtet, es seien „15 Anhänger der rechtsextremen Gruppierung wegen Waffenbesitzes festgenommen worden“.

IB-Sprecher dementiert Zusammenhänge

Die Pariser Polizei hatte am Freitag eine für Samstag nachmittag geplante Demonstration der Identitären sowie linke Gegenkundgebungen verboten, „um gewaltsame Auseinandersetzungen und Störungen der öffentlichen Ordnung zu verhindern“.

Die französische Zeitung Le Parisien hatte am Sonntag berichtet, daß es sich bei einem weiteren Festgenommenen um eine „den Identitären nahe stehenden Person“ handele, die sich vor Gericht verantworten müsse. Der Sprecher der IB-Österreich, Patrick Lenart, dementierte dies gegenüber der APA.

„Wir können ausschließen, daß Mitglieder der Identitären Bewegung mit dem Vorfall zusammenhängen. Auch die Person, die der IB nahestehen soll, ist uns nicht bekannt.“ Er bestätigte allerdings, daß mehrere Österreicher nach Paris gereist waren. (ls)

Identitäre Bewegung Frankreich bei einer Demonstration 2014 Foto: Les Identitaires

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