Flüchtlingsgewalt

TV-Dolmetscherin im „Dschungel von Calais“ vergewaltigt

CALAIS. Die Übersetzerin eines Reporters soll laut Presseagentur AFP während eines Fernsehdrehs im sogenannten „Dschungel“ der nordfranzösischen Stadt Calais von einem Flüchtling vergewaltigt worden sein. Der TV-Journalist und seine afghanischstämmige Paschtu-Dolmetscherin hätten in der Nacht auf Dienstag in dem Flüchtlingslager eine Reportage über minderjährige Flüchtlinge aufgenommen, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft mit. Dabei seien sie nach eigenen Angaben von drei vermutlich afghanischen Flüchtlingen attackiert worden.

Die Männer hätten zunächst die technische Ausrüstung des Teams rauben wollen. Dann habe einer von ihnen die 38jährige Frau mit einem vorgehaltenen Messer zum Sex gezwungen. Die zwei anderen Männer hätten den Journalisten gehindert einzugreifen. Die drei Angreifer konnten nach der Tat fliehen. Nach ihnen wird gesucht.

Das berüchtigte Flüchtlingslager von Calais soll demnächst geräumt werden. Die französischen Behörden wollen die Menschen auf Unterkünfte im ganzen Land verteilen. (gb)

Polizeieinsatz im „Dschungel von Calais“ Foto: picture alliance / dpa

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