Flüchtlingskrise

UKIP: Deutsche Asylpolitik stärkt Schleuser

BERLIN. Der britische Ukip-Abgeordnete Douglas Carswell hat die deutsche Asylpolitik als „verhängnisvoll“ bezeichnet. „In diesem Jahr sind schätzungsweise 4.000 Menschen bei dem Versuch ertrunken, das Mittelmeer zu überqueren. Durch die Aussetzung der Dublin-Vereinbarung und der Erlaubnis für die Flüchtlinge, nach Deutschland kommen zu dürfen, hat Frau Merkel dafür gesorgt, daß noch mehr Einwanderer die Überfahrt wagen werden. Die direkte Folge davon dürften noch mehr humanitäre Katastrophen sein“, sagte der Abgeordnete des britischen Unterhauses der JUNGEN FREIHEIT.

„Denjenigen Asyl zu gewähren, die die Überfahrt geschafft haben, und nicht denjenigen in den Flüchtlingslagern im Süden der Türkei, bedeutet tatsächlich, daß Deutschland die Schleuser bevollmächtigt, zu entscheiden, wer Asyl in Europa erhält.“

„Europa sollte sich an Australien orientieren“

Anstatt an Merkel sollten sich die europäischen Regierungschefs an Australien orientieren, forderte Carswell. „Hunderte von Booten tragen Einwanderer nach Australien. Durch das Stoppen der Boote hat Australien die schrecklichen Schiffsunglücke auf See beendet. Statt dessen hat Australien vor kurzem 12.000 Syrer aufgenommen. Das ist ein sehr viel sinnvollerer und moralischerer Ansatz.“

Carswell war von 2005 bis 2014 Abgeordneter der Conservative Party. 2014 zog er als einziger Abgeordneter für Ukip ins britische Unterhaus ein. Kritik an der deutschen Asylpolitik war zuvor schon von der FPÖ sowie der ungarischen Regierung gekommen. (krk)

Ukip-Abgeordneter Douglas Carswell: Deutsche Asylpolitik stärkt die Schleuser Foto: picture alliance/empics

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