Joachim Kuhs
Asylbewerber in Rostock
Asylbewerber in Rostock: Schweden am Ende seiner Kapazitäten Foto: dpa

Kapazitätsgrenze erreicht
 

Schweden: Asylbewerber sollen nach Deutschland

STOCKHOLM. Die schwedische Regierung hat die ins Land strömenden Asylsuchenden aufgefordert, nach Deutschland zurückzukehren. „Bleibt in Deutschland“, sagte Migrationsminister Morgan Johansson. Sein Land befinde sich „in einer sehr dramatischen Situation, die in den vergangenen Tagen noch dramatischer wurde“.

Derzeit kämen täglich etwa 2.000 Asylbewerber ins Land. „Wir haben die Grenze des Machbaren erreicht“, betonte Johansson. Es gebe mittlerweile nicht mehr genügend Unterkünfte im Land. Nach Angaben der schwedischen Einwanderungsbehörde sollen sich allein in und um Rostock bis zu 5.000 illegale Einwanderer aufhalten, um mit Fähren nach Schweden überzusetzen.

Neben der Bundesrepublik ist das skandinavische Land eines der Hauptzielländer des derzeitigen Asylstroms. Auf 1.000 Einwohner wurden im vergangenen Jahr 7,8 Asylanträge registriert. Zuletzt sorgten in Schweden mehrere Dutzend Asylbewerber für Aufregung, die sich weigerten, eine Unterkunft in einer ländlichen Region zu beziehen. Sie beklagten sich vor allem über einen Wald in der Nähe und fehlende Einkaufsmöglichkeiten. (ho)

Asylbewerber in Rostock: Schweden am Ende seiner Kapazitäten Foto: dpa
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