Wladimir Putin und Ägyptens Staatschef Al-Sisi
Wladimir Putin und Ägyptens Staatschef Al-Sisi (2014): Gespräche über Terrorismusgefahr Foto: dpa
Syrien und Irak

Putin gibt Westen Mitschuld am IS-Terror

KAIRO. Der russische Präsident Wladimir Putin hat den westlichen Staaten eine Mitschuld am Aufkommen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) gegeben. Durch „plumpes und unverantwortliches Eingreifen von außen“ sei die Situation in Syrien und dem Irak erst entstanden, sagte er der ägyptischen Staatszeitung Al-Ahram.

Strategie und Taktik der Anti-IS-Koalition seien „unverhältnismäßig im Vergleich zu der realen Bedrohung“, betonte Putin. Der russische Präsident war am Montag zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Ägypten eingetroffen, um dort über den Kampf gegen den internationalen Terrorismus und den Ausbau der bilateralen Beziehungen zu sprechen.

Vorerst keine neuen Sanktionen gegen Rußland

Unterdessen wurde bekannt, daß die EU mit Blick auf den Krieg in der Ostukraine vorerst auf weitere Sanktionen gegen Rußland verzichtet. Damit solle dem Frieden eine Chance gegeben werden, sagte Frankreichs Außenminister Laurent Fabius. Voraussichtlich am Mittwoch wollen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Staatspräsident Francois Hollande sowie die Präsidenten von Rußland und der Ukraine in Minsk treffen, um über den Konflikt zu beraten.

In den vergangenen Wochen hatte sich die Situation im Osten der Ukraine weiter verschärft. Die Ukraine, die USA und die EU werfen Rußland vor, die Separatisten mit Waffen und Soldaten zu unterstützen. Putin wies diese Vorwürfe immer wieder zurück. (ho)

Wladimir Putin und Ägyptens Staatschef Al-Sisi (2014): Gespräche über Terrorismusgefahr Foto: dpa

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