Frank Steffel (2013)
Frank Steffel (2013): Kritik an Rußland Foto: dpa

Krieg in der Ukraine
 

CDU-Politiker fordern Absage der WM in Rußland

BERLIN. Nach dem Willen mehrerer CDU-Politiker soll Rußland die Austragung der Fußball-WM 2018 wegen des Krieges in der Ukraine entzogen werden. „Solange russische Soldaten völkerrechtswidrig in der Ukraine Zivilisten ermorden, kann es keine Fußball-Weltmeisterschaft in Rußland geben“, sagte der CDU-Obmann im Sportausschuß des Bundestages, Frank Steffel, der Bild-Zeitung.

„Es wird keinen Boykott der Demokraten geben, sondern eine Verlegung der WM. Dann wird höchstens Rußland die WM boykottieren“, betonte Steffel. Nun liege es an der Regierung in Moskau, ob die WM dort stattfinden könne.

Fifa muß entscheiden

Unterstützung erhielt er vom innenpolitischen Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Stephan Mayer (CSU). Rußland habe es in der Hand, „die Welt zu überzeugen, daß es kein Fehler war, die WM an das Land zu vergeben“. Sollte jedoch die „russische Aggression gegen die Ukraine kein baldiges Ende“ nehmen, „verspielt Putin die WM, und die FIFA muß darüber nachdenken, die Fußball-WM zu verlegen“, mahnte Mayer.

Hintergrund ist ein Boykottaufruf des ukrainischen Staatspräsidenten Petro Poroschenko: „Solange russische Truppen in der Ukraine sind, halte ich eine WM in diesem Land für undenkbar.“ (ho)

Frank Steffel (2013): Kritik an Rußland Foto: dpa
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