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MH17-Wrack
MH17-Wrack: Was passierte mit der Passagiermaschine? Foto: dpa

Ukraine
 

MH17-Absturz: Separatisten weisen BND-Bericht zurück

DONEZK. Die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine haben Anschuldigungen des Bundesnachrichtendienstes (BND) zurückgewiesen, wonach sie für den Absturz des Flugs MH17 verantwortlich seien. Laut dem BND erbeuteten die Milizen ein russisches Buk-Luftabwehrraketensystem und feuerten damit auf die Zivilmaschine.

Belegt wird dies nach Angaben des Spiegels mit Satellitenfotos und Fotos. Zugleich soll BND-Chef Gerhard Schindler darauf hingewiesen haben, daß sowohl die ukrainische wie auch die russische Darstellung der Ereignisse auf gefälschten Beweisen beruhten, berichtet das Magazin weiter.

Rebellen: Kein ausgebildetes Militärpersonal

Laut Separatistenführer Andrej Purgin gebe es in den Reihen der Separatisten allerdings keine Militärexperten, die in der Lage seien, ein BUK-System zu bedienen. Gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax sagte er, die Anschuldigungen seien auf die „Hysterie“ nach dem Absturz des Flugzeugs zurückzuführen.

Im September kam eine Untersuchungskommission nach Auswertung von Fotos und des Flugschreibers zu dem Ergebnis, daß die Maschine höchstwahrscheinlich abgeschossen worden sei. Wer dafür verantwortlich war, konnte bisher jedoch nicht geklärt werden. Rußland warf dem Westen mehrfach vor, kein Interesse an einer völligen Aufklärung des Schicksals von MH17 zu haben. (ho)

MH17-Wrack: Was passierte mit der Passagiermaschine? Foto: dpa
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