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Krawalle in Frankreich:
Krawalle in Frankreich: Soldaten sollen Ausschreitungen verhindern Foto: picture alliance/dpa

Vor Deutschland-Spiel
 

Frankreich fürchtet Ausschreitungen von Algeriern

PARIS. Die französische Regierung schaut besorgt auf das heutige Achtelfinale der Weltmeisterschaft zwischen Deutschland und Algerien. Die Sicherheitsbehörden befürchten erneute Krawalle von Algeriern im Land. Ein Großaufgebot von Polizei und Armee soll nun Randale verhindern.

Frankreichs Staatssekretär für europäische Angelegenheiten, Harlem Desir, forderte die Bevölkerung auf, friedlich zu feiern. Gewalt werde nicht toleriert. Um Ausschreitungen zu verhindern, hat die Stadtverwaltung von Nizza alle fremden Flaggen während der WM verboten. Damit soll „nicht tolerierbares Verhalten, das die öffentliche Ruhe beeinträchtigt“, unterbunden werden.

Le Pen macht Integrationspolitik für Krawalle verantwortlich

Hintergrund der Maßnahmen sind die schweren Krawalle nach der Qualifizierung Algeriens für das Achtelfinale in der vergangenen Woche. Hunderte algerische Einwanderer griffen Polizisten und Feuerwehrleute an und setzten Dutzende Fahrzeuge in Brand. Besonders in Lyon kam es zu heftigen Auseinandersetzungen. Die Polizei konnte 74 Randalierer festnehmen.

Die Chefin des Front National, Marine Le Pen, gab der Integrationspolitik eine Mitschuld für die Übergriffe. „Diese Weigerung, sich anzupassen, zeigt die Fehler unserer Einwanderungspolitik auf“, sagte Le Pen. Daß die Algerier nicht für Frankreich mitfieberten, sei schändlich. Insgesamt leben in Frankreich zwei Millionen Algerier. (ho)

Krawalle in Frankreich: Soldaten sollen Ausschreitungen verhindern Foto: picture alliance/dpa
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