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Euro-Schuldenkrise
 

Schwergewichte der Eurozone verstoßen gegen Defizitkriterien

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Spanien und Frankreich, Hauptdifizitsünder in der Euro-Zone Foto: Wikipedia/JF-Montage

PARIS. Frankreich und Spanien verstoßen wiederholt gegen das Maastrichter Defizitkriterium. Die beiden Euro-Staaten schüren damit neue Zweifel, daß die Euro-Zone jemals aus der Schuldenspirale wieder herauskommt.

Spanien rechnet mit einem Haushaltsdefizit von über sechs Prozent. Erlaubt sind drei Prozent. Doch angesichts einer schrumpfenden Wirtschaft (minus 1,8 Prozent) und einer Rekordarbeitslosigkeit (24 Prozent) ist die spanische Regierung trotz rigider Sparmaßnamen nicht in der Lage, Einnahmen und Ausgaben in den Griff zu bekommen. Gegenüber der EU hatte sich Spanien verpflichtet, die Defizitquote von fünf Prozent in diesem Jahr wieder auf drei Prozent im kommenden zu reduzieren.

Auch Frankreich verletzt die Maastrichter Defizitkriterien. Die EU-Kommission rechnet mit einer französischen Defizitquote von 4,5 Prozent im Jahr 2012 und 4,2 Prozent im Jahr 2013. Die politischen Ankündigungen des neugewählten Präsidenten Francois Hollande lassen befürchten, daß das Land auch in Zukunft eher zur Neuverschuldung neigen wird. Frankreich ist insgesamt mit 1,7 Billionen Euro verschuldet. (rg)

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