Krisenstimung
 

Sarkozy beschimpft Deutschland

PARIS. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy (UMP) hat die Deutschen für ihren „Egoismus“ in der Euro-Krise scharf angegriffen haben. „Die Griechen tun, was sie können, und sie haben schon eine Menge erreicht. Die einzigen, die es an Solidarität fehlen lassen, sind die Deutschen“, soll Sarkozy nach einem Bericht der Wochenzeitung Le Canard Enchaîné gesagt haben.

„Der deutsche Egoismus ist kriminell, er verlängert die Krise“, kritisierte der französische Staatschef demnach weiter. Die Äußerungen sollen in der vergangenen Woche während einer Kabinettssitzung gefallen sein. Französische Politiker hatten in den vergangenen Monaten wiederholt ein energischeres Vorgehen der Bundesregierung gefordert.

EU-Kommissionschef José Manuel Barroso warnte anläßlich des heute beginnenden Euro-Krisengipfels in Brüssel vor einem Scheitern der Gespräche. „Die Lage ist sehr ernst.“ Nach einem Bericht der Bild sollen sich Sarkozy und Angela Merkel am Dienstag bereits darauf verständigt haben, künftig den Ankauf griechischer Staatsanleihen über den Euro-Rettungsschirm zu erlauben. Bisher hatte die Bundesregierung dies abgelehnt.

Verein startet Petitions-Kampagne

Unterdessen hat der Verein „Zivile Koalition“ eine Kampagne zum Stop der Schuldenunion gestartet, in der jeder Bürger seinem Abgeordneten automatisch einen Aufruf zusenden kann, der den Ausbau der Währungsunion zu einer Schuldenunion ablehnt.

Bisher wurden mehr als 5.400 Aufrufe an die Abgeordneten des Bundestages versendet. (ho)

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