Bundesparteitag

Augsburger Hotels laden AfD-Politiker aus

RICHTIGSTELLUNG:

Eine Sprecherin der Success Hotel Management GmbH hat inzwischen gegenüber der JUNGEN FREIHEIT klargestellt,  daß keine Zimmer von AfD-Politikern storniert wurden. „Hätten wir die Partei der AfD nicht als Gäste erwünscht und somit aus politischer Meinung nicht beherbergen wollen, so hätten wir von Anfang an sicherlich einer Unterbringung kein positives Feedback gegeben. Somit liegt hier keine Diskriminierung gegen eine politische Meinung vor“, heißt es von Seiten der Sprecherin.

AUGSBURG. Hotels im schwäbischen Augsburg haben die Reservierungen von AfD-Politikern während der Zeit des Bundesparteitags am 30. Juni und 1. Juli storniert. Betroffen sind auch mehrere führende AfD-Politiker. Das „Holiday Inn Express“ hat demnach unter anderem Alexander Gauland, Alice Weidel, Beatrix von Storch, Andreas Kalbitz und Steffen Königer ausgeladen, berichtete die Welt unter Berufung auf Parteikreise.

Das Drei-Mohren-Hotel begründete die Ausladung des Landtagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern, Ralph Weber, hingegen mit Sicherheitsbedenken. „Gewaltbereite Linksautonome haben zu Krawallen aufgerufen. Um die Sicherheit und das Wohlergehen all unserer Gäste zu gewährleisten, haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, sagte eine Sprecherin der Steigenberger-Hotelkette der Augsburger Allgemeinen. Wie die Zeitung aus Polizeikreisen erfahren hat, wäre der Schutz des mitten in der Innenstadt gelegenen Hauses schwierig gewesen.

AfD in Bayern auf dem 2. Platz

Weber verglich auf Facebook die Hotel-Stornierung mit der Judenverfolgung im Nationalsozialismus. „So fängt eine Pogromstimmung an. Im nächsten Schritt folgt der Aufruf, an AfD’ler nichts mehr zu verkaufen“, schrieb Weber. „Schließlich müssen wir einen blauen Punkt deutlich sichtbar auf der Kleidung tragen, wenn wir das Haus verlassen wollen. Wer jetzt denkt, so was hatten wir doch schon einmal, der liegt genau richtig.“

Unterdessen sieht eine Civey-Umfrage im Auftrag der Augsburger Allgemeinen die AfD in Bayern auf dem 2. Platz hinter der CSU. Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl käme die CSU demnach auf 41,1 Prozent, die AfD auf 13,5 Prozent, die SPD auf 13,4 Prozent und die Grünen auf 12,6 Prozent. Ansonsten wären nur noch die Freien Wähler (7,0 Prozent) im Maximilianeum vertreten. FDP (4,8 Prozent) und Linkspartei (3,5 Prozent) würden den Einzug verpassen. (tb)

Protest gegen die AfD (Symbolbild) Foto: picture alliance/ dpa

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