Hochburg der Linksextremisten

Viele hatten im Dezember gewarnt, daß die Gewaltausbrüche auf den Straßen der Hauptstadt nur ein Vorgeschmack des Aufruhrs seien. Der werde dann nicht von den vom sozialen Abstieg bedrohten Schülern und Studenten der Mittelklasse ausgehen, sondern von den Tausenden von illegalen Einwanderern, die sich ohne Aufenthaltsgenehmigung und Arbeit im Stadtzentrum Athens aufhalten. Es war also kein Zufall, daß schon damals die Hälfte der Festgenommenen Ausländer waren.

Anders als im Dezember war diesmal kein Todesopfer aus der linken Szene der Anlaß für die Unruhen. Während einer Kontrolle riß ein Polizeibeamter ein kleines mit Isolierband umklebtes Päckchen auf, das in der Tasche eines Arabers gefunden wurde. Dabei handelte es sich nicht wie vermutet um Drogen, sondern um Zettel mit moslemischen Gebetssprüchen. Linke Medien fabrizierten daraus die Nachricht, daß ein griechischer Polizist den Koran zerrissen habe – die Mär verbreitete sich blitzschnell.

Während dann am Nachmittag des 22. Mai Hunderte Muslime – angestiftet von „Antifa“-Organisationen – lautstark durch Athen marschierten, wurde im Radio gemeldet, daß es doch nicht ein Koran war, der bei der Kontrolle zu Boden fiel. Der Protest verwandelte sich daraufhin in eine Demonstration, die eine „Moschee in Athen“ forderte. Dummerweise verloren die linksextremen Organisatoren die Kontrolle, und die Muslime griffen die Polizei mit Steinen und Latten an. Diese mußte sich nach Befehlen von oben tatenlos zurückziehen. Autos, Motorräder, Bushaltestellen, Ampeln und Geschäfte wurden zerstört und geplündert. Etwa 40 Ausländer wurden verhaftet. Die Randale setzte sich im Umkreis des Stadtzentrums fort. In der Nacht auf Samstag wurde im Stadtteil Agios Panteleimon eine in einem Wohnhaus illegal betriebene Moschee in Brand gesetzt. Seither finden dort fast jede Nacht Straßenschlachten zwischen Muslimen und Griechen statt – eine Entwicklung, die absehbar war.

Illegale Einwanderer sowie Rauschgiftsüchtige

Hinter dem alten Rathaus von Athen, direkt in der Stadtmitte, ist der Geruch von Harn und Fäulnis nicht mehr zu ertragen. Illegale Einwanderer aus Asien und Afrika sowie Rauschgiftsüchtige hausen dort, in der Nacht gesellen sich illegale afrikanische Prostituierte dazu. Das seit zehn Jahren leerstehende Landgericht haben etwa 500 Zuwanderer aus asiatischen Ländern seit ein paar Monaten zu ihrer Unterkunft gemacht. Schätzungen zufolge (offizielle Zahlen werden nicht veröffentlicht) leben im einstigen Auswanderungsland Griechenland derzeit um die 1,5 Millionen Einwanderer – bei elf Millionen Einwohnern. Die Hälfte der Zuwanderer hat keine Aufenthaltserlaubnis, fast alle haben irgendwann die Grenzen ohne Genehmigung übertreten. Neben Albanern sind es vor allem Muslime aus Asien und Afrika.

Der Warnschuß eines Polizisten, der im Dezember einen 15jährigen Schüler tötete, war nur der willkommene Anlaß, um der linken Gewalt und dem Verbrechen freie Bahn zu schaffen. Unruhen, Randale und Plünderungen sowie Raub und Mord gehören längst zum Athener Alltag. Bei den Straßenschlachten zwischen Autonomen und der Polizei sind letztere machtlos, sie dürfen nicht einmal den Knüppel benutzen – „Deeskalation“ nach Berliner Vorbild ist das Motto von Innenminister Prokopis Pavlopoulos. An den Hochschulen genießen Gewalttäter „akademisches Asyl“. Die linksextreme Szene nutzt die Räume der – 1836 durch den Wittelsbacher König Otto I. gegründeten – Technischen Universität (NTUA/Polytechnion) und deren Internetausrüstung, um Anschläge oder „Enteignungen“ zu koordinieren und die Jugend zum Kampf gegen den Rechtsstaat aufzuhetzen. Die griechische Ausgabe der linksautonomen Internetseite Indymedia.org soll angeblich ebenfalls kostenlos vom Polytechnion aus betrieben werden.

Was im Ausland als „sozialer Protest“ dargestellt wird, ist meistens in Wahrheit von dort gesteuerter gewalttätiger Linksextremismus. Die illegalen Einwanderer paßten den Linksextremisten ins Konzept, doch sie sind gefährlicher als der manipulierte Schüler-Mob. Das zeigte sich bei der Muslim-Demo, als die linksextremen Agitatoren vergeblich versuchten, die wütenden Zuwanderer zurückzuhalten. Zum politischen Sprachrohr der Unruhestifter und Zuwanderer scheint sich die aus linken und grünen Splittergruppen gebildete Koalition der Radikalen Linken (Syriza) aufschwingen zu wollen, die bei den Wahlen 2007 fünf Prozent und 14 Sitze im Parlament erringen konnte. Der Syriza wird von den anderen Parteien – einschließlich der Kommunisten (KKE) – vorgeworfen, daß sie die Dezember-Unruhen mit angestiftet habe. Die Antwort der vermeintlich konservativen Regierung unter Kostas Karamanlis (Nea Dimokratia/ND) heißt „Legalisierung“ aller illegalen Ausländer, die schon in Griechenland leben. Die Grenzen werden weiterhin kaum bewacht, Illegale werden weder festgenommen noch repatriiert.

Die Europawahl dürfte dennoch nicht zum Tag der Abrechnung, sondern zum Tag der Stimmenthaltung werden. Obwohl die Griechen gerne wählen, die Wut über die alltägliche Randale und diverse Skandale ist riesig. Dank der Unfähigkeit der „rechten“ Karamanlis-Regierung bewegt sich die Gesellschaft wieder nach links zur sozialistischen Pasok. Die rechts-patriotische Alternative in Gestalt der Orthodoxen Volkszusammenkunft (Laos) scheint die Situation nur widerwillig ausnutzen zu wollen. Ihr Gründer und Chef, der TV-Journalist Georgios Karatzaferis, träumt von einer Koalitionsregierung mit Karamanlis’ ND – der Partei, die ihn vor neun Jahren ausschloß. Das Überleben der griechischen Nation interessiert offenbar niemanden mehr.

Foto: Zugewanderte Muslime attackieren Athener Polizei: „Deeskalation“ nach Berliner Vorbild?

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