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Jutta plaudert aus dem Nähkästchen

Es gibt Zeiten, da ist das Leben richtig vergnüglich. Wenn sich beispielsweise bekennende Linke gegenseitig ihre unrühmliche Vergangenheit um die Ohren hauen, lacht das Herz des Konservativen. So geschehen in einem presserechtlichen Prozeß vor der 3. Zivilkammer des Frankfurter Landgerichts, bei dem es um einen Bericht des Magazins Focus geht. Dort wurde anläßlich der Beisetzung des Kabarettisten Matthias Beltz im April 2002 der Geschäftsführer des Musiklokals Batschkapp, Ralf Scheffler, als „passionierter Schläger“ der berüchtigten „Putzgruppe“ bezeichnet. Selbige erlangte größere Bekanntheit durch die Fotos, die Bundesaußenminister Joseph Martin Fischer (Grüne) in den siebziger Jahren beim Zusammenschlagen eines Polizeibeamten zeigten. In dem seit mehreren Monaten laufenden Verfahren klagt Scheffler auf Unterlassung und Schmerzensgeld wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte. Als Zeitzeugen bemühten sich nun der grüne Europa-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit und die Frankfurter Stadtverordnete Jutta Ditfurth (ökolinx), ein wenig Licht in das Dunkel der damaligen Revolutionswirren zu bringen. Cohn-Bendit sah jedoch die „Putzgruppe“, („Proletarische Union für Terror und Zerstörung“), der er nach eigener Aussage selbst nicht angehörte, eher am Rande der linksradikalen Umtriebe angesiedelt und von den Medien weit überschätzt. Cohn-Bendit der Lüge bezichtigt Man habe sich lediglich „mit Helmen gegen die Staatsmacht schützen wollen, die die Auseinandersetzung gesucht“ habe. Nach dieser wohl ältesten Ausrede der Welt („Die anderen haben aber angefangen!“) bekam auch Scheffler seinen Persilschein ausgestellt: „Er war kein passionierter Schläger, er war ein leidenschaftlicher Liebhaber!“ Woher Dany das wohl weiß? Jutta Ditfurth, ehemalige Mitbegründerin der Grünen, aber inzwischen längst aus der Fischer-Partei ausgetreten, sah das alles ganz anders. Ohne den Cohn-Benditschen Weichspüler beschrieb sie ihre guten Kontakte zur Frankfurter Sponti-Szene, deren führende Protagonisten ihr allerdings wenig sympathisch gewesen seien. Zum inneren Kern der „Putzgruppe“ hätten neben dem „Commandante“ Joseph Fischer Hans-Joachim Klein, Tom Koenigs, Johnny Klinke, Georg Dick und Ralf Scheffler gehört. Letzterer sei neben Raul Kopania als „besonders heftiger Schläger“ berüchtigt gewesen. In der Kneipe hätten sich die Mitglieder der „Putzgruppe“ abends ihrer Gewalttaten gerühmt. Zudem habe Cohn-Bendit, den sie in diesem Zusammenhang der Lüge bezichtigte, als eine Art Propagandaminister selbst dem inneren Zirkel angehört. Für Konservative gibt es kaum Anlaß, sie zu rühmen Nun mag man zu der Ex-Grünen Jutta Ditfurth stehen, wie man will, und für Konservative gibt es kaum Anlaß, sie zu rühmen. Ihre bisherigen Aussagen zu Fischer, der „Putzgruppe“ und den Grünen lassen jedoch aufhorchen, weil sich hier endlich jemand offen äußert, der die Verhältnisse in diesen dubiosen Strukturen recht genau kennt. Es ist doch immerhin sehr interessant, daß bis auf den im Gefängnis einsitzenden Hans-Joachim Klein die Ex-Putzgruppenleute alle eine relativ hübsche Karriere gemacht haben. Ob als Vizekanzler und Außenminister wie der „Commandante“, ob als von Fischer ins Auswärtige Amt gehievter Botschafter wie Georg Dick, als Menschenrechts-Beauftragter wie Tom Koenigs oder eben als Nachtleben-Chefs wie Klinke und Scheffler. Nur der wohl immer noch etwas ungestüme Raul Kopania mußte seine Koffer in Bonn packen – nachdem er Fischers Staatsminister Ludger Vollmer genau dort hingetreten hatte, wo richtige Kerle ihre Männlichkeit sitzen haben. Im nachhinein mag man ihm dafür überhaupt nicht böse sein.

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