Reiseverbot

Man müsse über ein Reiseverbot für Hooligans nachdenken, meinte DFB-Präsident Theo Zwanziger angesichts der Gewalt rund um das Zweitliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock. Damit machte er indirekt die Gäste für die Randale verantwortlich. Was auch nicht weiter verwundert, schließlich hat sich der DFB dem „Kampf gegen Rechts“ verschrieben, und Fußballfans aus dem Osten werden pauschal als rechts eingestuft. Ganz anders der FC St. Pauli, dessen militante Anhänger im Verbund mit linksextremistischen Autonomen im Vorfeld Flugblätter verteilt hatten, auf denen zu Gewalt gegen Hansa-Fans aufgerufen wurde. So blockierten nach der Partie 1.300 Hamburger Chaoten den Abmarsch der Rostocker, unter denen sich 200 Hooligans befanden. Weil die Polizei ein Aufeinandertreffen verhindern konnte, geriet sie selbst ins Visier der Pauli-Hools. „Hier wurde offensichtlich die Polizei als Gegner genommen, weil man an die Rostocker nicht herankam“, erklärte Hamburgs Polizeisprecher Ralf Meyer. Zwanzigers Vorschlag ignoriert daher die Gewalt vor Ort. Mit einem Reiseverbot könnte man die Randale reduzieren, aber nicht verhindern. Dazu müßte man auch den „Kampf gegen Links“ wagen.

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