Pseudo-Privates

Tony Blair hat seinen designierten Nachfolger Gordon Brown mit den Worten vorgestellt: „Er brennt wenigstens nicht gleich mit der nächstbesten Blondine durch“ – eine Anspielung auf Tory-Chef David Cameron. Ein anderer Brite, der auf seinen Tourneen gerne mal mit einem „Girl“ von den „Krauts“ „durchbrennt“, ist Megastar Robbie Williams. Das tut seinem Ego gut, wenn Bild darüber berichtet. Um so mehr ärgert er sich aber über die Berliner Zeitung, die ihn beim Umziehen zeigte. Williams hatte bei seinem Berlin-Besuch Fußball gespielt und mußte sich draußen umkleiden. Ein deutsches Gericht untersagte jetzt der Zeitung den Abdruck der Bilder. Grund: Das sei seine Privatsphäre – auf einem öffentlichen Fußballplatz! Wir Deutschen sind mal wieder überkorrekt und respektieren die Pseudo-Privatsphäre des Megastars, während die Briten keine Chance auslassen, uns eins auszuwischen. (Denken wir nur an das Hinterteil der Kanzlerin bei ihrem letzten Italienurlaub.) Und in der britischen Politik dreht sich alles nur um Sex. Im Westen nichts Neues also.

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