(K)eine Geschichte

Manchmal geht Journalisten ein Auftrag gegen den Strich. Entweder gefällt er ihnen nicht, oder es gibt schlicht keine Story. Dann müssen sie sich etwas aus den Fingern saugen. „Ein Ort wie jeder andere“ ist eine solche Geschichte. Dieser Spiegel-Artikel in der vergangenen Woche handelt vom Kampf gegen Rechts im brandenburgischen Rheinsberg. Es gibt dort kein Problem mit „Rechten“. Es gibt nur vier Jugendliche, die zuviel saufen und dann Unfug anstellen. So was kommt in den besten Familien vor. Die vier Halbstarken haben mal ein Lokal einer Chinesin verwüstet. Ansonsten prangen manchmal rechte Aufkleber an den Laternen. Die ganze Anti-Rechts-Hysterie rund um Rheinsberg geht den Bürgern ziemlich auf den Senkel und wird nur von einem eigens angereisten Vertreter der Ebert-Stiftung angestachelt. Nach dem Fall Ermyas M. (der letzte Verdächtige ist übrigens auf freiem Fuß) galt – so die Autoren – das Prinzip: „Jeder brauchte Geschichten aus Brandenburg.“ Jeder – also auch der Spiegel. Und zwar selbst dann, wenn es gar nichts zu berichten gibt.

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