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Wir sind Helden

Plusminus war gestern. Gab es früher ein Auf und Ab der Musikindustrie, so geht es heutzutage nur noch in eine Richtung: abwärts. Napster, Kazaa und all den anderen Internettauschbörsen sei Dank – die Zielgruppe der Popbranche saugt ihre Lieder kostenlos aus dem Internet. Deswegen gibt es nicht mehr viel zu feiern für Firmen, die CDs im Wert von wenigen Cents für 25 Euro verkaufen. Die Musikbranche hat mit ihrer maßlosen Gier die kostenlosen Tauschbörsen im Internet nach Kräften gefördert. Bei der Echo-Verleihung versuchte die Popszene sich an Erfolgsrezepten zu orientieren. Als eine Geste der Wiedergutmachung wurde zum Beispiel die Gruppe „Wir sind Helden“ mehrfach ausgezeichnet. Wiedergutmachung? „Wir sind Helden“ wurden von der Branche geschnitten. Also brannten sie aus eigener Tasche 2.000 CDs, die sie selbständig unters Volk brachten. Ihre Lieder schlugen ein wie eine Bombe. Eine echte Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Geschichte. Das Wir-sind-Helden-Erfolgslied „Guten Tag! Ich will mein Leben zurück“ erinnert uns ein wenig an Menschen, die beim letzten Mal SPD gewählt haben und dies nun bitter bereuen. Oder „Aurielle“ („Du erwartest viel zuviel, die Deutschen flirten sehr subtil“): Das Lied trifft den Zeitgeist einer jungen Generation von Musikern. Die Berliner Gruppe singt deutsch. Am schönsten am Durchbruch der Gruppe ist, daß „Wir sind Helden“ bewiesen hat, daß Talente nicht mit Typen aus der Vorstandsetage von Bertelsmann Music Group ins Bett gehen müssen. Weiter so!

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