Spielstreß

Als diese Woche das Mountainbike-Forum (MTB-New.de) von Hackern lahmgelegt wurde, kursierten allerlei Gerüchte, es könne der Arbeitgeber eines Forumteilnehmers dahinterstecken, andere Nutzer gaben mehr oder weniger offen zu, selten so viel Pensum geschafft zu haben. Höher als der volkswirtschaftliche Schaden durch die private Nutzung von Internetzugängen und Onlinespielen dürfte sich der damit verbundene Frust der Mitarbeiter auswirken, wenn wieder einmal Softwareprobleme für Arbeitsunterbrechungen oder unnötigen Streß sorgen. Eine Folge der Verbreitung des Internets ist nämlich, daß vielerlei Applikationen sich nicht mehr auf dem Rechner abspielen sondern auf zentralen Servern, die über einen Webbrowser als Intranetseite bedient werden. Vereinfacht dies einerseits die Wartung der Applikationen auf unterschiedlichen Plattformen, so sorgt diese Entwicklung andererseits für eine neue Achillessehne – die eigentliche Verbindung. Auch neigen heutige Programme mit steigender Komplexität und Kostendruck dazu, unausgereift in den Betrieben zu landen. So ist Hartz IV beinahe mehr zum Synonym für Computerprobleme denn für soziale Reformen mutiert. Doch auch ein sogenannter „Maus-Arm“ ist gemäß Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz weder als Dienstunfall noch als Berufskrankheit zu werten, die Klage eines Beamten, der vorwiegend am Computer gearbeitet hatte, wiesen die Richter ab. Andererseits erfreuen sich eigentlich für die Bürowelt konzipierte Drucker auch im privaten Sektor hoher Beliebtheit, so daß in vielen Betrieben der Toner-, Tintenpatronen- und Druckerpapierbedarf rapide steigt, observiert Euer EROL STERN

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