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Criticón

„Das ist nicht das Amerika, das ich kenne“, sagte George W. Bush, als die ersten Bilder von gefolterten Irakern gezeigt wurden. Nun, es ist das Amerika, das die Iraker seit dreizehn Jahren kennen: ein Land, das ungehindert in fremde Staaten einmarschiert, tötet, mordet, foltert. Auch ohne ein Freund Saddam Husseins zu sein, kann man sich nur angewidert abwenden von dem, was die USA unter dem Banner von „Demokratie“ und „Menschenrechten“ zur Zeit in aller Welt veranstalten. In amerikanischen Gefängnissen ereignen sich täglich 45.000 Vergewaltigungen, vor allem von Männern. Da braucht man sich über Folterungen in US-Militärgefängnissen nicht zu wundern. Die Jungs, die da Dienst tun, würden zu Hause Drogen in ihrem Armenghetto verticken. Statt dessen melden sie sich zur Army, die in jedem Einkaufscenter mit einer Rekrutierungs- und Anwerbestelle vertreten ist. Dennoch gibt es auch in Deutschland noch immer publizistische Bastionen des US-Imperialismus. Das 1970 von Caspar von Schrenk-Notzing gegründete, einst konservative Criticón hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Politik von Antipathieträgern wie George W. Bush und Ariel Scharon zu propagieren. Wer gegen den Irak-Krieg war, ist in den Augen der Criticón-Macher ein Antisemit und Extremist. Das „historische Versagen der politischen Rechten“ (gemeint ist die Merkel-CDU) sei, daß sie sich nicht mit ihrer kriegerischen Haltung durchgesetzt habe. Das ist nicht das Criticón, das wir kennen. Das ist nur eine Zeitung, die immer weniger lesenwert ist.

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