eGovernment

Der große „Hype“ um alles, was mit kleinem „i“ (internet), „m“ (mobile) und „e“ (electronic) in Verbindung mit Schlagwörtern à la „Business“ ist längst verflogen, da treten hierzulande Institutionen auf den Plan. Liegt es nun wirklich an der nicht mehr zu verleugnenden Ebbe in den Haushaltskassen oder an einem reifenden kinetischen Verständnis, daß das Internet nicht so was wie Gameboy, Walkman oder Tamagotchi ist? Vergleicht man nun die Anstrengungen, sich möglichst zeitgemäß zu präsentieren, so sind bisherige Versuche, mehr Bürgernähe und unbürokratische Verwaltungswege im Web umzusetzen, mehr als halbherzig verlaufen. In Ulm, Bremerhaven und Passau laufen derzeit Pilotprojekte zu einer „Bürgerkarte“ (ähnlich der ec-Karte) an. Behördendienste elektronisch abzuwickeln, nennt man eGovernment (daß manche Politiker ferngesteuert wirken, hat jedoch nichts damit zu tun). Für diese Art der Verwaltung sprechen nicht nur die direkten Vorteile, die die Bürger daraus ziehen, also die Reduzierung von lästigen Terminen, das Rennen nach Anträgen oder Wartezeiten mit obligatorischen Nummernziehen, sondern auch eine Entlastung teils überforderter Beamter in deutschen Amtsstuben. Die Möglichkeiten wären mannigfaltig, Investitionen und Kosten vergleichsweise gering und das Personal könnte sich, entgegen landläufiger Beamten-Klischees, auf Wesentlicheres konzentrieren. Für diejenigen Bürger, die sich keinen Computer leisten können oder wollen, könnte man auch (mehrsprachige) SB-Terminals einführen. Sicherlich wäre damit nicht jeder glücklich, doch steigende Abgaben sind noch unpopulärer, abwägt Euer EROL STERN

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