AfD-Chef Jörg Meuthen
AfD-Chef Jörg Meuthen Foto: imago images / Metodi Popow
Keine AfD-Gäste in Talkshows

Meuthen wirft Öffentlich-Rechtlichen Ausgrenzung der AfD vor

BERLIN. AfD-Chef Jörg Meuthen hat den öffentlich-rechtlichen Sendern vorgeworfen, Vertreter seiner Partei seit der Corona-Pandemie von Talkshows auszugrenzen. Gemäß einer Auswertung der AfD waren ab dem 15. März in den fünf großen Formaten wie Anne Will oder Maybritt Illner von 71 geladenen Gästen 80 Prozent Vertreter der Koalitionsparteien, CDU/CSU und SPD. Von den Oppositionsparteien sei die FDP am häufigsten zu sehen gewesen, die AfD hingegen kein einziges Mal, obwohl sie Oppositionsführer sei.

„Das ist nicht nur eine Schande, das ist zugleich in höchstem Maße perfide: Den Bürgern wird damit nämlich suggeriert, wir hätten zu diesem wichtigen Thema nichts beizutragen“, kritisierte Meuthen auf Facebook. Dabei habe die AfD sowohl auf Bundes- wie auch auf Landesebene das Thema Corona intensiv behandelt und gute Vorschläge gemacht.

Meuthen erinnerte daran, daß die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten verpflichtet seien, objektiv und überparteilich alle Stimmen des demokratischen Spektrums abzubilden. Doch diese Richtlinie werde verfehlt. „Betreutes Denken funktioniert einfach besser ohne Oppositionsführer“, schrieb der 58jährige. (zit)

AfD-Chef Jörg Meuthen Foto: imago images / Metodi Popow

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