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Zeitungskrise
 

Linkspartei fordert Steuerfinanzierung für „Qualitätsjournalismus“

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Sinnbild für die Zeitungskrise: Linkspartei will Qournalismus staatlich fördern Foto: JF

BERLIN. Die Linkspartei hat sich für eine öffentliche Finanzierung von „Qualitätsjournalismus“ ausgesprochen. Neben Zeitungen sollten dabei auch „gehaltvolle Beiträge in Blogs“ und Autorennetzwerke unterstützt werden, sagte die medienpolitische Sprecherin der Linkspartei im Bundestag, Kathrin Senger-Schäfer, der Nachrichtenagentur dapd.

Wie andere Medien auch befände sich die Zeitungsbranche in einer Phase der digitalen Transformation. Wer einen aufgeklärten und unabhängigen Journalismus wolle, müsse dafür auch die ökonomische Basis schaffen, betonte Senger-Schäfer. „Es wäre zugleich eine Verlagerung weg vom Verbreitungsweg und hin zu den Kreativen.“

Unterstützung von der Akademie der Künste

In der Vergangenheit hatte sich die Partei immer wieder über die Berichterstattung zu ihren Positionen beschwert. „Es gibt eine systematische Ablehnung unserer Politik, die sich auch medial vermittelt“, kritisierte etwa Oskar Lafontaine Anfang des Jahres. Zudem beschwerte sich die Linkspartei mehrfach, nicht bei Fernsehduellen der Spitzenkandidaten von CDU und SPD bei Landtagswahlen zugelassen worden zu sein.

Unterstützung erhielt Senger-Schäfer für ihre Forderungen vom Präsidenten der Berliner Akademie der Künste, Klaus Staeck. „Das Ziel muß ein bürgerschaftlich geförderter Qualitätsjournalismus sein, solange ein gesellschaftlicher Bedarf danach besteht“, forderte der Kolumnist der insolventen Frankfurter Rundschau. Wenn der Staat marode Banken finanziell unterstütze, sollten auch Zeitungen Steuererleichterungen erhalten. (ho)

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