Kinderbuch

„Jim Knopf“: Verlag lehnt Änderung des Wortes „Neger“ ab

STUTTGART. Der Verlag Thienemann-Esslinger hat abgelehnt, das Wort „Neger“ aus der Jubiläumsausgabe des Kinderbuches „Jim Knopf“ zu tilgen. Da sich der 1995 verstorbene Autor Michael Ende nicht mehr äußern könne, bleibe das Wort erhalten, teilte der Verlag nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa mit.

Zudem komme das Wort nur in einer Szene vor, in der eine der Figuren als Besserwisser dargestellt werde. Konkret sagt einer der Protagonisten über die Hauptfigur: „Das dürfte vermutlich ein kleiner Neger sein.“ In Deutschland kommt es immer wieder zu Debatten über das Wort „Neger“ in älteren Büchern.

So wurde 2009 der Text der deutschen Ausgabe von Pippi Langstrumpf politisch korrekt geändert und aus dem „Negerkönig“ ein „Südseekönig“. Auch aus dem Buch „Die kleine Hexe“ wurde das Wort 2013 vom Verlag gestrichen. Der 2013 verstorbene Autor Otfried Preußler hatte dem jedoch kurz vor seinem Tod noch zugestimmt. (ho)

Jim-Knopf-Puppe: Verlag ändert das Wort nicht Foto: dpa

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