Literatur

Elsässer stellt Buch zur Nation vor

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Nation und Globalisierung Foto: pixelio/Hofschläger
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Jürgen Elsässer Foto: Privat

BERLIN. „Nationalstaat und Globalisierung“ heißt Jürgen Elsässers neues Buch, das er am Dienstag in Berlin präsentiert hat.

Erstmals liegen damit die Grundzüge der neuen Konzeption des linken Vordenkers in gebundener Form vor: Seit Wochen sorgt Elsässer (51) mit seinem Werben für eine Wiederentdeckung der Nation durch die Linke für heftige Anfeindungen im linken Lager. So hatte die Gründung seiner Volksinitiative, als einem Bündnis von „Lafontaine bis Gauweiler“, im Februar zu seiner unverzüglichen Kündigung beim Neuen Deutschland geführt.

Das Bändchen im Kleinformat kann allerdings nur ein erster Schritt sein. Auf 101 Seiten beinhaltet es lediglich einen Vortrag, den Elsässer im November 2008 vor der Preußischen Gesellschaft in Berlin gehalten hat. Dort hat er das Buch am Dienstag vor gut sechzig Zuhörern und unter großem Applaus auch vorgestellt.

Angriffe auf die Volkswirtschaft

Elsässer legt darin die Entstehung der aktuellen Wirtschaftskrise dar. Ursache ist nach seiner Ansicht ein „Angriff des anglo-amerikanischen Finanzkapitals“, als dessen fünfte Kolonne er hierzulande Banken wie die Deutsche Bank sieht. Um diesen Angriff auf die deutsche Volkswirtschaft abzuwehren, gelte es außenpolitisch Deutschland und Europa vom Finanzsystem der Anglo-Amerikaner zu entkoppeln, innenpolitisch gegenüber Banken, die Gewinne privatisieren und Verluste nationalisieren, durch ein entschlossenes Auftreten der Bundesregierung im Interesse der Nation die Souveränität zurückzugewinnen. Voraussetzung dafür sei aber die Versöhnung der Linken mit dem Nationalstaat. (mo)   

Jürgen Elsässer: „Nationalstaat und Globalisierung. Als Linker vor der Preußischen Gesellschaft“, Verlag Manuscriptum, 101 Seiten, 8,80 Euro

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