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Kritik an WM-Auftritt: Mund-zu-Geste: DFB-Vize nennt Nationalspieler „Äffchen“

Kritik an WM-Auftritt: Mund-zu-Geste: DFB-Vize nennt Nationalspieler „Äffchen“

Kritik an WM-Auftritt: Mund-zu-Geste: DFB-Vize nennt Nationalspieler „Äffchen“

Mit der Mund-zu-Geste vor dem Spiel gegen Japan hatte sich die DFB-Auswahl weltweit lächerlich gemacht.
Mit der Mund-zu-Geste vor dem Spiel gegen Japan hatte sich die DFB-Auswahl weltweit lächerlich gemacht.
Mit der Mund-zu-Geste vor dem Spiel gegen Japan hatte sich die DFB-Auswahl weltweit lächerlich gemacht. Foto: picture alliance/dpa | Robert Michael
Kritik an WM-Auftritt
 

Mund-zu-Geste: DFB-Vize nennt Nationalspieler „Äffchen“

Der politische Auftritt der DFB-Elf in Katar war umstrittener als angenommen. Immer mehr Kritiker wagen sich vor. Ein DFB-Vizepräsident nennt die Spieler nun „Äffchen, die sich den Mund zuhalten“.
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HILDESHEIM. DFB-Vizepräsident Ralph-Uwe Schaffert hat bei einem Neujahrsempfang die Politisierung der Fußball-Nationalmannschaft und deren Auftritt in Katar kritisiert. Die Hildesheimer Allgemeine Zeitung berichtet, er habe am Sonntag in Hildesheim gesagt: „Wenn sich die deutschen Nationalspieler wie Äffchen die Münder zuhalten und sich den Friseur ins Hotel bestellen, muß man sich nicht wundern, wenn sie gegen Japan verlieren.“

Deutschland hatte das WM-Auftaktspiel mit 1:2 in den Sand gesetzt, nachdem zuvor heftig über politische Zeichen, die die Mannschaft setzen sollte, diskutiert worden war. Als die Fifa die One-Love-Binde als Symbol für alle sexuellen Minderheiten verboten hatte, entschied der DFB, daß sich die Spieler die Hand vor den Mund halten müssen, um so gegen die vermeintliche Zensur zu prostieren. Letztlich schied Deutschland in der Vorrunde aus. Inzwischen beklagen Spieler, daß es zu wenig um Sport und zu viel um Politik gegangen sei.

DFB-Vize spricht von „großer Blamage“

Schaffert, der auch Präsident des Norddeutschen Fußballverbandes ist, nannte den gesamten WM-Verlauf aus deutscher Sicht „eine große Blamage“. Die Diskussionen über das Gastgeberland Katar bezeichnete er als „verlogen und scheinheilig“. Kritik daran, daß deutsche Unternehmen in dem Emirat zweistellige Milliardenbeträge mit verschiedenen Projekten verdienten, „habe ich nicht gehört – weder vom DFB noch von sonst wem“.

Zwar hatte Schaffert die Vergabe der WM nach Katar und die Verlegung in den Winter im Vorfeld ebenfalls kritisiert. Doch nun sagte der langjährige Richter des Oberlandesgerichts Celle: „Wenn eine WM nur noch in Ländern ausgetragen werden soll, die man selbst gut findet, dann bleiben nicht viele übrig. Vielleicht Luxemburg oder die Schweiz.“ (fh)

Mit der Mund-zu-Geste vor dem Spiel gegen Japan hatte sich die DFB-Auswahl weltweit lächerlich gemacht. Foto: picture alliance/dpa | Robert Michael
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