AWO
Das Logo der Arbeiterwohlfahrt: Deren hessischer Verband steckt in einer Krise Foto: picture alliance/imageBROKER
Überhöhte Gehälter

Wiesbadener AWO-Chef tritt zurück

WIESBADEN. Nach den Berichten über ungewöhnlich hohe Gehälter und finanzielle Unregelmäßigkeiten bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Hessen hat der Wiesbadener Vorsitzende Wolfgang Stasche seinen Rücktritt erklärt. Er begründete den Schritt gegenüber der Frankfurter Rundschau mit „Vorfällen, die nur schwerlich mit den Grundwerten eines Sozialverbandes, der aus der Arbeiterbewegung hervorgegangen ist, zu vereinbaren sind“.

Stasche sagte, mit seinem Rücktritt wolle er der AWO Wiesbaden einen Neuanfang ermöglichen. Er bat die Beschäftigten des Verbandes um Entschuldigung und räumte ein, gegenüber der Geschäftsführung „zu vertrauensselig“ gewesen zu sein und nicht kritisch nachgefragt zu haben.

Die Wiesbadener AWO-Geschäftsführerin Hannelore Richter und ihr Ehemann Jürgen Richter, AWO-Geschäftsführer in Frankfurt, waren wegen ihrer hohen Gehälter in die Schlagzeilen geraten. Auslöser des AWO-Skandals in Hessen war das überhöhte Gehalt der Frau des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD), Zübeyde Feldmann. Im Zuge dessen wurden Verflechtungen zwischen der hessischen SPD und dem Wohlfahrtsverband bekannt. (ag)

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