Abtreibungsklinik Stapf
Abtreibungsklinik Stapf: Nun soll der Staat eingreifen Foto: dpa

Baden-Württemberg
 

Abtreibungsklinik stellt Arbeit ein

STUTTGART. Die Abtreibungsklinik Stapf hat in Stuttgart keinen neuen Vermieter gefunden und die Arbeit eingestellt. „Letztlich wurde unterschätzt, wie tabuisiert das Thema Schwangerschaftsabbruch noch immer ist“, sagte Marion Janke von der Beratungsstelle Pro Familia dem SWR. Die größte Einrichtung dieser Art in Baden-Württemberg, die jährlich 2.200 Abtreibungen vornahm, mußte ihren Praxis im Januar schließen. Nach wiederholten Protesten von Lebensschützern hatte der Vermieter der Klinik gekündigt.

Die Landeschefin von Pro Familia, Ruth Weckenmann, forderte nun die Stadt auf, eine neue Bleibe für die Abtreibungsklinik zu suchen. „Ich glaube, wir alle wollen nicht mehr, daß Frauen gezwungen sind, ins Ausland zu fahren. Diese Zeiten haben wir hinter uns.“ Ärzte in der Umgebung könnten die Aufgabe nicht dauerhaft übernehmen. Im Zweifel müsse die Stadtverwaltung zunächst als Mieter auftreten. Bürgermeister Werner Wölfle (Grüne) versprach, sobald als möglich die „Versorgungslücke wieder zu schließen“.

Initiator der Lebensschützer-Proteste, AfD-Gemeinderat Heinrich Fiechtner, zeigte sich von der Schließung erfreut. „Es ist für mich ein positives Ergebnis. Es freut mich, wenn einer derjenigen, deren Hauptgewerbe darin besteht, menschliches Leben vor der Geburt zu vernichten, seine Tätigkeiten einstellen mußte“, sagte der Gemeinderat dem Sender. „Das ist ein guter Tag für Stuttgart“.

> Der vollständige Beitrag im SWR

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