Bischof Markus Dröge beim Besuch einer Suppenküche, die Flüchtlinge für Bedürftige organisieren Foto: picture alliance/Wolfgang Kumm/dpa
Herbstsynode

Dröge: Integration von Flüchtlingen besser gelungen als absehbar

BERLIN. Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Markus Dröge, hält die Integration von Asylbewerbern für wesentlich besser gelungen als dies 2015 absehbar gewesen sei. „Daß wir es schaffen, Geflüchtete zu integrieren, das ist heute nicht mehr nur eine mutige These, sondern inzwischen eine belegbare Aussage“, sagte er auf der Herbstsynode der Kirche in Berlin.

Es sei verantwortungslos, die Flüchtlingsthematik zu benutzen, um Angst zu schüren und Fremde als Sündenböcke zu instrumentalisieren. Die Bundesagentur für Arbeit sehe die Aufnahme von Geflüchteten für den Arbeitsmarkt als „chancenorientierten Raum“.

Rettungsschiff soll Mahnung für Politiker sein

Fast 400.000 Flüchtlinge seien bereits in Beschäftigung. Handwerk und Industrie seien dringend auf den Zuzug von Fachkräften angewiesen, betonte er. Deswegen hätten auch Haß- und Angstphantasien keine Berechtigung. Probleme die es gebe, seien mit gutem Willen zu bewältigen.

Dröge zeigte sich erfreut über den Beschluß des Rates der EKD, gemeinsam mit einem Bündnis ein Schiff zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer zur Verfügung zu stellen. Die EKD werde dabei jedoch nicht als „Reederei“ auftreten und das Schiff nicht selbst betreiben.

Das Rettungsschiff könne Politiker mahnen, Fluchtursachen zu bekämpfen und eine widerspruchsfreie europäische Flüchtlingspolitik zu entwickeln. Dröge wird das Bischofsamt nach zehn Jahren am 16. November an den jetzigen Propst der EKBO, Christian Stäblein, übergeben. (tb/idea)

Bischof Markus Dröge beim Besuch einer Suppenküche, die Flüchtlinge für Bedürftige organisieren Foto: picture alliance/Wolfgang Kumm/dpa

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