Marx
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx Foto: picture alliance/ dpa
Karfreitagsspredigten

Marx: Christen müssen sich von Haß und Gewalt abgrenzen

MÜNCHEN. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, hat in seiner Karfreitagspredigt dazu aufgerufen, auf Muslime und andere Nichtgläubige zuzugehen. Nur so könnten Vorurteile und Mißverständnisse überwunden werden, ein Geist des Friedens entstehen und eine Gesellschaft zusammenfinden.

Umgekehrt gelte: „Wo Haß und Gewalt gepredigt werden, da müssen wir als Christen Nein sagen. Wo in einer Sprache des Hasses, der Abgrenzung, des Auftrumpfens ein Gegeneinander der Völker, der Nationen, der Kulturen, auch der Religionen und Konfessionen propagiert wird, da können und werden wir nicht dabei sein.“ Christen stünden für eine „Sprache der Gewaltlosigkeit und der Liebe“. Den traditionellen Kreuzweg durch die Münchner Innenstadt bezeichnete der Erzbischof von München und Freising als Zeichen für Stadt und Land, daß Menschen unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und Hautfarben zusammenleben könnten.

Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm mahnte, Christen dürften sich nie mit dem Haß in der Welt abfinden. „Haß und Gewalt sind nichts Normales“, betonte er. Der Karfreitag sei auch ein Tag des Protestes gegen das Vergessen. In diesem Zusammenhang erinnerte Bedford-Strohm auch an Christen, die in verschiedenen Teilen der Welt „nur wegen ihres Bekenntnisses an Leib und Leben bedroht werden“ und an Menschen, „die vor Gewalt und Krieg flüchten und auf Holz- und Schlauchbooten ihr Leben riskieren oder verlieren“. (tb)

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx Foto: picture alliance/ dpa

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