Köln errichtet Denkmal für Deserteure

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Vorbild für Köln: Denkmal für den unbekannten Wehrmachtsdeserteur in Erfurt Foto: Wikipedia/Bakersund

KÖLN. Die Stadt Köln will ein Denkmal für Deserteure errichten. Bei einem hierfür von der Stadt ausgeschriebenen Wettbewerb setzte sich nun der Schweizer Künstler Ruedi Bauer gegen 13 Konkurrenten durch.

Nach einem Bericht des Kölner Stadtanzeigers hat die Stadt 130.000 Euro für den Wettbewerb bereitgestellt. Das Denkmal selbst soll 80.000 Euro kosten und am 1. September am Appelhofplatz eingeweiht werden.

Hommage an die Soldaten, die sich weigerten zu schießen

Bei dem Entwurf handelt es sich um einen acht Meter langen und über drei Meter hohen sogenannten Kettentext, der an einer Stahlkonstruktion aufgehängt werden soll. Die einzelnen Buchstaben bestehen aus Aluminium und sind in verschiedenen Farben lackiert.

Dabei soll es sich um eine Hommage an die Soldaten handeln, „die sich weigerten zu schießen“.  Eine Hommage an „die Menschen, die sich weigerten zu diskriminieren den Menschen, der Solidarität und Zivilcourage zeigte, als die Mehrheit schwieg und folgte“, zitiert der Stadtanzeiger aus einem Auszug des Textes. (krk)

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