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„…bei dieser blanken Wehre!“

Sie kommersen wieder“, hieß es resigniert auf einer der zahlreichen „antifaschistischen“ Internetseiten. Stein des Anstoßes für das linksextremistische Milieu war ein Festkommers am vergangenen Samstag in der Wiener Hofburg: Mehr als tausend Burschenschafter feierten das 150jährige Bestehen der Deutschen Burschenschaft in Österreich, begingen die Jahrestage der Niederschlagung des Tiroler Freiheitskampfes und der „Friedensdiktate von St. Germain, Versailles und Trianon“.

Dem von den drei Wiener akademischen Burschenschaften Olympia, Albia und Silesia organisierten Kommers ging bereits am Nachmittag ein gutbesuchtes Symposium zum Thema „Vertreibung und Entstaatlichung Europas“ voraus, das mit den Hochschullehrern Bernd Rabehl, Karl Albrecht Schachtschneider, Wilhelm Brauneder und General a.D. Gerd Schultze-Rhonhof prominent besetzt war.

Am Abend zogen die Abordnungen zur Kommerseröffnung in den Festsaal ein und erregten durch das Präsentieren der Fahne der Schar Andreas Hofers von 1809 und der schwarzrotgoldenen Revolutionsfahne von 1848 Aufmerksamkeit. Walter Sucher von der Burschenschaft Olympia begrüßte die prominenten Gäste der insgesamt 1.200 Kommersteilnehmer, darunter zahlreiche freiheitliche Mandatsträger und Universitätsdozenten. Schon mit einem Quantum Trotz zuviel stellte der Olympe fest, daß das national-freiheitliche Waffenstudententum nicht tot sei, sondern weiterhin seine Traditionen pflegen werde.

Der FPÖ-Vorsitzende Heinz-Christian Strache hielt nach dem Studentenlied „Schwört bei dieser blanken Wehre“ in den Farben und mit Mütze seiner schlagenden Schülerburschenschaft Vandalia zu Wien die Festrede: Er thematisierte vor allem die Tagespolitik und ging hart ins Gericht mit den herrschenden Medien, die durch Weglassen, Verzerren und Falschdarstellung das hohe Gut der Meinungsfreiheit gefährdeten. Es sei an den Waffenstudenten, dieses Gut stets mutig in Anspruch zu nehmen und damit für alle zu verteidigen. Scharf kritisierte Strache, daß die EU der Tschechischen Republik erlaubt habe, die Beneš-Dekrete in das Europa des Lissabon-Vertrags „hinüberzuretten“. Rechtsstaatlichkeit nach politischer Großwetterlage sei dies, so Strache. Der Kommers klang gegen Mitternacht mit dem Lied der Deutschen aus.

Den aus der Bundesrepublik angereisten Gästen führte der Festkommers vor Augen, warum derartige Großveranstaltungen in Österreich zum „Alltagsgeschäft“ der schlagenden Verbindungen gehören: Sie dienen nicht nur der Pflege verbindungsstudentischen Brauchtums, sondern sind auch eindrucksvolle Demonstrationen, die Haltung und Bekenntnis des „dritten Lagers“ zu politischen Fragen und dessen national-freiheitliches Selbstverständnis in die Öffentlichkeit tragen.

In der Bundesrepublik weiß das Waffenstudententum kein derart tragendes Milieu hinter sich und wird auch nicht entschlossen von einem erfolgreichen politischen Arm vertreten und verteidigt. Glückliches Österreich.

Fotos: Dritter Nationalratspräsident Martin Graf mit den Chargierenden seiner Burschenschaft Olympia, Einchargieren (Bild oben); FPÖ-Chef Heinz Christian Strache: Haltung und Bekenntnis werden eindrucksvoll demonstriert

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