Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

Wunderbar

Eduard Abramovich ist der Sohn eines einfachen Schreiners, als er 1885 die blutjunge Herzogin Sophie von Teschen trifft und sich unsterblich in das Mädchen verliebt. Doch die Standesunterschiede sind einfach zu groß. Als die beiden zusammen fliehen wollen, werden sie aufgespürt und gewaltsam voneinander getrennt. Eduard verläßt Österreich und kehrt erst nach fünfzehn Jahren als berühmter Magier und Illusionist Eisenheim (Edward Norton) nach Wien zurück. Bei einem Auftritt erkennt er Sophie (Jessica Biel) wieder, die jetzt die Verlobte des intriganten und gewalttätigen Kronprinzen ist. Immer eifersüchtiger verfolgt dieser die wieder beginnende Romanze zwischen Sophie und Eisenheim und beauftragt schließlich Chefinspektor Uhl (Paul Giamatti), den Illusionisten als Betrüger zu entlarven, um ihn dann ins Gefängnis zu werfen. Bei einer Privatvorstellung hinter den Mauern des Schlosses beweist Eisenheim jedoch vor dem versammelten Hofstaat seine magische Kunst. Kronprinz Leopold fühlt sich düpiert. Als Sophie schließlich Leopold eröffnet, ihn verlassen zu wollen, um mit dem Illusionisten ein neues Leben zu beginnen, kommt es zu einem Drama. Bald darauf wird Sophies Leiche, die eine Stichwunde am Hals aufweist, in einem See gefunden. Der verzweifelte Eisenheim zieht sich zurück, um nach einigen Monaten mit einem neuen Programm vor die Öffentlichkeit zu treten. Der Illusionist beschwört nun die Geister von Toten, die als Hologramme auf der Bühne erscheinen. Als er den Geist Sophies herbeiruft und diese nach Zurufen aus dem Publikum den Namen ihres Mörders nennen soll, wird Eisenheim von Chefinspektor Uhl auf der Bühne verhaftet … Mehr soll hier nicht verraten werden, denn das Wunderbare an Neil Burgers „The Illusionist“ (2006) ist, daß er noch vor allen Entschlüsselungen durch die elementare Poesie seiner klassischen, mitreißend-hypnotischen Bildersprache gefangennimmt. Das tragische Spiel um Leben, Liebe und Tod, mit ironischer Meisterschaft in Szene gesetzt, ist ein großes Vergnügen. Vielfach prämiert für seine exzellente Ausstattung, die Filmmusik und eine hervorragende Kameraarbeit (Oscar-Nominierung 2007) vermag Burgers Mystik-Thriller den Zuschauer ebenso nachhaltig in seinen Bann zu ziehen wie die magischen Zaubertricks des Illusionisten Eisenheim. Als Extras bietet die DVD Interviews, den Audiokommentar des Regisseurs, „Behind the Scenes“ und ein Jessica-Biel-Special. DVD: The Illusionist. Ascot Elite, München 2008, Laufzeit ca. 104. Minuten, Extras etwa 50 Minuten

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